Bandscheibenvorfall lässt sich oft ohne Operation behandeln

Rückenschmerzen : Bandscheibenvorfall lässt sich oft ohne Operation behandeln

Beim Bandscheibenvorfall im Lendenwirbel können auch konservative Therapien wirkungsvoll helfen.

Darauf weist Prof. Bernhard Meyer, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie, aus Anlass der Neurowoche in München hin.

So habe unter anderm die US-Studie "Spine Patient Outcomes Research Trial" (SPORT) gezeigt, dass langfristig sowohl die Operation als auch die Behandlung mit Schmerzmitteln und Physiotherapie gleich gute Ergebnisse liefern.

Nur akute Notfälle, bei denen beispielsweise Lähmungserscheinungen auftreten oder die Patienten Blase und Darm nicht mehr kontrollieren können, verlangen nach einer sofortigen Operation, erklärt der Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Technischen Universität München am Klinikum rechts der Isar. Wer zum Beispiel durch berufliche Verpflichtungen wenig Zeit hat, kann ebenfalls die Operation wählen, denn die Genesung dauert nur ein Drittel der Zeit einer konservativen Behandlung.

(dpa)
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