Leukämie : Welche Therapie bei Leukämie?

Welche Therapie bei einer Leukämieerkrankung eingesetzt wird, hängt von den Patienten selbst ab. Die Therapieverfahren werden individuell eingesetzt.

Leukämie ist eine Krebserkrankung, die entsteht, wenn sich die Leukozyten (weiße Blutkörper) im Knochenmark nicht mehr vollständig entwickeln können. Es werden vier Hauptformen von Leukämie unterschieden, deren Behandlung und Heilungschancen unterschiedlich sind. Die Chancen auf Heilung von Leukämie sind durch die modernen Verfahren in der Medizin deutlich verbessert worden. Doch die Lebenserwartung hängt auch entscheidend vom Patienten sowie vom Typ und Verlauf der Leukämieerkrankung ab. Bei Kindern, die an einer akuten lymphatischen Leukämie leiden, bestehen mit 80 Prozent gute Überlebenschancen. Bei Erwachsenen sind die Prognosen schlechter.

Therapie bei einer Leukämieerkrankung

Je nach Leukämieform sowie Alter und körperlicher Verfassung des Patienten werden verschiedene Therapieverfahren kombiniert. Die Therapie wird individuell auf den Patienten angepasst. Die Chemotherapie, die Knochenmarktransplantation (Knochenmarkspende) und die Strahlentherapie sind drei Therapieformen, die in der Regel angewendet werden, wobei die Chemotherapie im Mittelpunkt steht. Eine weitere Möglichkeit ist die sogenannte Interferonbehandlung. Die Nebenwirkungen, die durch eine Leukämietherapie auftreten, sind sehr stark und können den Patienten zusätzlich schwächen: z. B. Übelkeit, Erbrechen, Blutungsneigung, Haarausfall, Fieber, Schüttelfrost. Metastasen wie bei anderen Krebserkrankungen entstehen im Zusammenhang mit einer Leukämieerkrankung nicht.

Chemotherapie und Knochenmarkspende bei Leukämie

Um die Leukämie erfolgreich zu behandeln, werden verschiedene Therapien miteinander kombiniert. Mit dem Ziel, dass sich die Erkrankung vollständig zurückbildet (Remission), werden bei einer Chemotherapie Medikamente (Zytostatika) verabreicht, die alle Zellen, die kranken sowie die gesunden, im Körper zerstören. Im Fall einer akuten Leukämie wird die Chemotherapie in hohen Dosen verabreicht, um eine möglichst dauerhafte Heilung und somit eine längere Lebensdauer zu erreichen. Da die Chemotherapie nicht bei allen Patienten ausreicht, ist oft eine Operation notwendig, bei der das kranke Knochenmark durch gesundes Knochenmark (Spenden, Transplantation) ersetzt wird.