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Leukämie: Was ist Leukämie? - Blutkrebs bei Erwachsenen

Leukämie : Was ist Leukämie? - Blutkrebs bei Erwachsenen

Leukämie ist ein Blutkrebs, der im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen selten auftritt. Doch was ist Leukämie und wie entsteht diese Krebserkrankung?

Unter dem Begriff Leukämie werden mehrere Krebserkrankungen zusammengefasst, die das blutbildende System (Knochenmark) betreffen. Die Leukämien unterscheiden sich teilweise stark hinsichtlich der Ursachen, des Vorkommens, der Therapieverfahren und der Heilungschancen. Dass sich Leukämie durch eine erhöhte Zahl von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Blut äußert, zeigt die Übersetzung des Begriffs: Leukämie bedeutet "weißes Blut". Umgangssprachlich wird Leukämie deswegen auch Blutkrebs genannt. Bei einem Patienten mit Leukämie sind die Leukozyten entartet und können sich dabei rasch vermehren. Sie zerstören auf diese Weise die gesunden Blutkörperchen im Blut.

Was ist Leukämie? Welche Formen gibt es?

In der Medizin werden vier große Leukämiearten unterschieden:

Neben diesen vier Formen der Leukämie gibt es noch Vorstufen (myelodysplastische Syndrome), die sich allerdings zu akuten Leukämien entwickeln können. Die akute lymphatische Leukämie ist die häufigste Blutkrebsform bei Kindern und jungen Erwachsenen. Vor allem Kinder im Alter zwischen drei und sieben Jahren erkranken daran. Die chronische und akute myeloische Leukämie ist eine Erkrankung, die insbesondere Erwachsene im mittleren Lebensalter betrifft. An chronisch lymphatischer Leukämie erkranken insbesondere ältere Menschen.

Was ist Leukämie? - Ursachen

Obwohl die Forschung in den vergangenen Jahren weit vorangeschritten ist, lassen sich die tatsächlichen Ursachen, die eine Leukämie entstehen lassen, noch nicht eindeutig benennen. Dennoch sind Risikofaktoren bekannt, die nachweislich zu Leukämieerkrankungen führen können. Dazu gehören radioaktive Strahlung, Röntgenstrahlen, Chemikalien wie Benzol und Insekten- sowie Pflanzenschutzmittel, Immunsupressiva, Viren. Experten gehen zudem davon aus, dass jeder zehnte Leukämiepatient durch dauerhaftes Rauchen erkrankt ist. Bei der chronisch lymphatischen Leukämie ist ein weiterer Risikofaktor das zunehmende Alter. Ferner wurde festgestellt, dass eine gewisse erbliche Veranlagung ebenfalls zu Leukämie führen kann.