Gesunde Erfrischung und Sommerfeeling: Das zischt an heißen Tagen

Gesunde Erfrischung und Sommerfeeling: Das zischt an heißen Tagen

Hitze macht träge und schwerfällig. Wer dann zu fetthaltig isst und zu zuckerhaltig trinkt, der legt seinen Motor total lahm und fühlt sich rundum unwohl. Hier finden Sie die besten Erfrischungstipps für unbeschwertes Sommerfeeling.

Damit wir uns trotz gestiegener Temperaturen wohlfühlen, brauchen wir vor allem eines: Flüssigkeit. Der Rat der Ernährungswissenschaftler ist klar formuliert: "Als Durstlöscher eignet sich am besten Wasser", sagt auch die Viersener Diplom-Oecotrophologin Nicole Quarda-Balz. Das Problem nur ist: Wasser, Wasser, immer nur Wasser — wird auf Dauer öde. Uns fehlt das spritzige Erlebnis im Mund, der Frischekick aus dem Glas. Wo aber soll der herkommen, wenn man ständig an geschmacksneutralem Nass nippt?

Smoothies und Schorlen zum Genießen

Es gibt viele Alternativen, die uns dazwischen die Sonnentage versüßen können. Cremige Smoothies, erfrischende Schorlen und fruchtige Bowlen sind das, was uns neben dem Sommergefühl auch einen Vorgeschmack auf lenzigen Urlaub gibt. In Maßen genossen bringen sie uns gesunde Erfrischung und sind deutlich gesünder als fertig gemischte Schorlen und Co..

"Eine fertige Schorle enthält einfach zu viel Saft und damit zu viel Zucker", erklärt Quarda-Balz. Denn Zucker versteckt sich als Fruchtzucker im Saft. Besser ist es darum, sich die Erfrischung selbst zu mischen aus einem Drittel Saft und zwei Dritteln Wasser. "Wer lieber stilles Wasser trinkt, der kann auch auf Leitungswasser zurückgreifen, denn das hat eine sehr gute Qualität", ergänzt die Ernährungsexpertin. Genaue Analysewerte kann das lokale Wasserwerk zum kühlen Nass aus dem Hahn präsentieren, für alle, die es ganz genau wissen möchten.

Wasser selbst besprudeln

Wenn es auf der Zunge mehr Prickeln soll, lässt sich Leitungswasser in Besprudlern selbst mit Kohlensäure versetzen. "Dabei sollte man darauf achten, dass sich die Flaschen in der Spülmaschine reinigen lassen", rät Nicole Quarda-Balz. Mit der Zeit verkeimen Flaschen sonst erheblich; besonders wenn man auch mit dem Mund daran trinkt.

Kohlensäure bringt nicht nur Bewegung ins Glas, sondern auch in den Magen-Darm-Trakt. Sie regt die Verdauung an und reinigt so ganz nebenher auch die Papillen auf der Zunge. Mit stillem Wasser hingegen lassen sich schöne Effekte im Sommerdrink erzielen. "Friert man verschiedenen Saft ein, werden die Eiswürfel zu tollen Hinguckern im Glas. Trinkfaule lassen sich so vielleicht animieren, öfter einmal die Kehle zu befeuchten. Kinder mögen es auch gerne, wenn man im Eiswürfel kleine Beerenfrüchte wie Heidelbeeren oder Himbeeren mit in die Eiszeit schickt.

Warme Getränke kühlen einen besser ab

­Die beste Abkühlung bringt allerdings nicht das eiskalte, sondern das warme Getränk. "Im Mittelmeerraum macht man es uns vor", sagt Diplom-Oecotrophologin Quarda-Balz. Dort sorgt häufig Tee für eine gute Tagesfrische. Auf diese Art und Weise kommt ohne zusätzliche Kalorien Geschmack ins Spiel. "Probieren sollte man ruhig einmal Varianten wie Apfeltee, Spanische Orange oder auch Hagebutte", sagt Quarda-Balz. Wem der Hagebuttentee aus Kindertagen unangenehm nachhängt, der kann ihn einmal mit einem Schuss Traubensaft aufpeppen.

Auf Teebasis lässt sich auch ein leckerer Eis-Tee zubereiten, der Fertiggemischen weit überlegen ist. "Fertige Eis-Tees enthalten pro Liter 28 Stück Würfelzucker und sind meist aus Schwarztees hergestellt", weiß die Ernährungsexpertin. Der aber entwässert. Mit dem Schwarztee scheidet man mehr Flüssigkeit aus, als man aufnimmt", sagt sie. Besonders im Sommer ist das fatal, denn der Körper braucht statt der anderthalb bis zwei Liter täglich eher bis zu drei Liter an Flüssigkeitsmenge. "Manche Menschen berichten von Kopfschmerzen, wenn sie nicht genug trinken. Das rührt davon her, dass das Blut eindickt und nicht mehr so gut zirkuliert", sagt Quarda-Balz. Weiteres Problem der Wenigtrinker: Ihnen fehlt es häufig auch an Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium, die sie beim Schwitzen vermehrt ausscheiden.

Obstkick und Trinken gekonnt verbinden

Obstkonsum und Trinken lassen sich für Menschen, die sich mit den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen fünf Teilen Obst oder Gemüse am Tag schwertun, unter einen Hut bringen. Flott ist aus verschiedenen Früchten wie Melone, Erdbeeren und Aprikosen ein fescher Smoothie gezaubert. Mal als Zwischenmahlzeit ist das hin und wieder okay. Dauerhaft enthalten solche Drinks jedoch zu viel Fruchtzucker, der sich später auf den Hüften zeigt.

"Erfrischen darf man sich auch zwischendurch einmal mit einem ­Erdbeershake aus fettarmer Milch und frischen Früchten", sagt sie Ernährungsexpertin. Auch ein alkoholfreier Mochito oder Bowlen aus Fruchtsäften und Mineralwasser bringen Abwechslung ins triste Wassertrinken. Für die, die zum fettarmen Grillen mit Geflügelfleisch und magerem Schweine- und Rindfleisch gerne ein Bier trinken, empfiehlt die Diplom-Oecotrophologin ein alkoholfreies Hefeweizen. "Das ist sogar isotonisch."

Hier geht es zur Infostrecke: Die besten Durstlöscher bei Hitze

(wat)