Jan Hofer erleidet Schwächeanfall: Wie verschleppt man Grippe?

Jan Hofers Tagesschau-Schwächeanfall : Wie gefährlich ist eine verschleppte Grippe wirklich?

Während der Tagesschau am Donnerstag hat der Moderator Jan Hofer einen Schwächeanfall erlitten. Er soll ein Medikament nicht vertragen haben, das er wegen einer verschleppten Grippe nehmen muss. Wie kann es soweit kommen?

Zehn Tage sind um, aber Husten, Schnupfen, Kopf-, Glieder- und Halsschmerzen wollen nicht weniger werden – das ist ein typisches Symptom dafür, was man als „verschleppte Grippe“ bezeichnet. Darunter soll derzeit auch der Tagesschau-Moderator Jan Hofer leiden. Während der Sendung am Donnerstagabend erlitt er einen Schwächeanfall. Er erklärte die Situation im Nachgang aber damit, dass er ein Medikament nicht vertragen habe, das er wegen einer verschleppten Grippe nehme. Um welches Medikament es sich handelt, ist unklar. Der Begriff „verschleppte Grippe“ bezeichnet im Volksmund in der Regel das, was der Mediziner einen verschleppten grippalen Infekt nennt.

Der Unterschied zwischen Grippe und grippalem Infekt

Eine richtige Grippe wird durch Influenza-Viren ausgelöst. Sie ist im Vergleich zum grippalem Infekt selten, und löst starke Krankheitssymptome wie hohes Fieber aus. Wer darunter leidet, ist meist bettlägrig und sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ein grippaler Infekt kommt hingegen recht häufig vor. Die meisten sprechen dann von einer Erkältung. Auch sie kann jedoch sehr unangenehm und anstrengend sein.

Wie verschleppt man eine Erkältung?

Wenn ein grippaler Infekt nicht abklingt, liegt das meistens daran, dass der Betroffene seinem Körper nicht genügend Ruhe gegeben hat. Laut einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes aus dem Jahr 2018 gehen zwei Drittel der Beschäftigten auch dann zur Arbeit, wenn sie krank sind. Während einer Krankheit ist der Körper jedoch geschwächt und nicht nur das, Erkältungsviren zu bekämpfen kostet ihn zusätzlich Energie. Deshalb ist es wichtig, sich auch bei einem grippalem Infekt angemessen zu schonen. Wie man eine Erkältung in 24 Stunden los werden kann, lesen Sie hier.

Welche Folgen hat ein verschleppter grippaler Infekt?

Passiert das nicht, kann es sein, dass sich die Viren in den Nasen- und Rachenschleimhäuten festsetzen, anstatt zu verschwinden. Die Krankheit verschwindet also nicht nach sieben bis maximal zehn Tagen, sondern plagt den Erkrankten weiterhin.

Es kann dann sein, dass sich der Auswurf aus Hals und Nase mit der Zeit gelblich-grün verfärbt. Das lässt darauf schließen, dass die angegriffenen Schleimhäute zusätzlich eine Bakterieninfektion entwickelt haben. Mediziner sprechen von einer Superinfektion, wenn Bakterien und Viren zusammenkommen. Es kann dann zusätzlich zu einer Nasennebenhöhlenentzündung, einer Bronchitis oder sogar zu einer Lungenentzündung kommen. Diese Krankheiten müssen mit einem Antibiotikum behandelt werden.

Schwere Folgeerkrankungen durch verschleppte Erkältung

Ist das Immunsystem stark geschwächt, kann es in selten Fällen passieren, dass Erkältungsviren über das Blut bis ins Gehirn vordringen. Dort lösen sie eine Entzündung der Hinhaut aus (Meningitis). Es treten starkes Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit auf. Oftmals versteifen die Patienten sehr stark den Nacken. Bei Verdacht muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Was nur wenige wissen: Etwa die Hälfte der Herzmuskelentzündungen werden durch Viren ausgelöst, die von einer eigentlich harmlosen Erkältung stammen. Eine Herzmuskelentzündung verläuft oft unbemerkt und ruft grippeähnliche Symptome hervor.

Wie vermeidet man eine verschleppte Grippe?

Wer sich nicht richtig fit fühlte, der sollte keine anstrengenden Unternehmungen angehen. Das ist die wichtigste Regel bei Erkältung. Abzuraten ist von Sport, Sauna, Wanderungen und ausgedehntem Abendprogramm mit viel Alkohol (der schwächt den Körper zusätzlich). Förderlich ist dagegen viel zu trinken, regelmäßig zu lüften, kleine Spaziergänge zu unternehmen und bei Fieber im Bett zu bleiben.

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