Überfüllte Arzt-Praxen, mehrere Tote: Grippewelle rollt durch Deutschland

Überfüllte Arzt-Praxen, mehrere Tote : Grippewelle rollt durch Deutschland

Volle Arztpraxen, leere Büros – durch Deutschland schwappt eine Grippewelle. Betroffen sind insbesondere die Bundesländer Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hier gab es bereits zahlreiche Tote. Doch auch NRW ist betroffen.

Volle Arztpraxen, leere Büros — durch Deutschland schwappt eine Grippewelle. Betroffen sind insbesondere die Bundesländer Hessen, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Hier gab es bereits zahlreiche Tote. Doch auch NRW ist betroffen.

Die Meldungen ähneln sich in diesen Tagen: An der Grippe sind, sagen Experten des Robert-Koch-Instituts, in diesem Jahr mehr Menschen erkrankt als in den vergangenen Jahren. Ob Hessen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder auch in Teilen Nordrhein-Westfalens — die Menschen schniefen und husten.

Mediziner sind sich weitestgehend einig: In diesem Jahr schlägt die Grippe besonders heftig zu. Im vergangenen Jahrzehnt verzeichneten die Wissenschaftler nur in den Wintern 2004/05, 2006/07 und 2008/09 ein ähnliches Ausmaß an Krankheitsfällen. Nur im Winter 2004/05 waren die Zahlen der nachgewiesenen Infektionen ähnlich früh und ähnlich steil angestiegen wie diesmal.

Die Grippewelle hat NRW fest im Griff. Insbesondere der Raum Aachen und das Münsterland sollen betroffen sein. In beiden Regionen seien die Fallzahlen sprunghaft angestiegen. Mediziner geben zu bedenken, dass die Influenza, die schwerste Ausprägung der Grippe, im schlimmsten Fall zum Tode führen. Risikogruppen sind demnach Babys und Kleinkinder sowie ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.

In Niedersachsen sind zwei Menschen an der Grippe verstorben. Einer der Todesfälle war laut Landesgesundheitsamt auf den Erreger H1N1 zurückzuführen, der sich aus dem sogenannten Schweinegrippe-Virus entwickelt hat.

Auch in Hessen ist die Zahl der Atemwegserkrankungen stark angestiegen. Im Raum Nordhessen platzen die Arztpraxen offenbar aus allen Nähten. Teilweise kämen 40 Patienten täglich in die Praxen mit Verdacht auf Grippe, berichten Ärzte.

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Situation ähnlich brisant: Wie die Ostsee-Zeitung meldet, seien landesweit seit Jahresbeginn 1507 labortechnisch bestätigte Influenza-Infektionen registriert worden. In den ersten sechs Wochen des Jahres 2012 waren es lediglich acht. Todesfälle gab es in den vergangenen Tagen zwei.

Mediziner raten, sich gründlich und mehrfach täglich die Hände zu waschen, um die Ansteckungsgefahr zu vermindern. Zudem sollte der Wohnraum mehrmals durchlüftet werden und größere Menschenansammlungen gemieden werden.

Hier geht es zur Infostrecke: Grippewelle – So schützen Sie sich vor einer Infektion

(nbe)
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