Grippewelle 2019: Jetzt breitet sich die Grippe in NRW aus

Neue Zahlen des Robert-Koch-Instituts : Jetzt rollt die Grippewelle durch NRW

Die Grippewelle hat sich 2019 Zeit gelassen. Aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen jedoch: Seit vergangener Woche wird in großen Teilen von NRW heftig gehustet und geschnieft.

Fieber, Kopf und Gliederschmerzen - immer mehr Menschen in NRW leiden unter diesen Symptomen, denn die Grippe macht sich breit. Das geht aus dem aktuellen Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach ist die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE) in der fünften Kalenderwoche erneut gestiegen und damit deutlich erhöht. Zu den ARE gehören Bronchitis, Rachen- und Lungenentzündungen. Das sind Erkrankungen, die sehr häufig in Zusammenhang mit der echten Influenza auftreten und den Experten somit Aufschluss über die Aktivität der Influenza geben. Demnach sind in NRW besonders die Regionen um Mönchengladbach und Viersen betroffen, um Soest, Gütersloh und dem Sauerlandkreis, außerdem auch die Region um Köln, Rhein-Erft-Kreis, Bonn und Euskirchen.

Seit Beginn der Wintersaison in der 40. Kalenderwoche 2018 wurden 20.100 positive Influenzaproben an das RKI geschickt worden. Es wurden 49 Todesfälle registriert.

So kann man eine Grippe abwenden

Wie kann man sich vor der Grippe schützen?

Da die Influenza per Tröpfcheninfektion übertragen wird, ist es nicht einfach, sich zu schützen. Die besten Mittel sind regelmäßiges Händewaschen - und nicht mit den Fingern ins Gesicht fassen! Der Grund: Viren, die auf Tastaturen oder Türgriffen sitzen, bleiben an den Fingern haften und wandern dann ins Gesicht und in die Schleimhäute, etwa, wenn man sich an der Nase kratzt. Eine typische Ansteckungsquelle sind geschlossene Räume, in denen viele Menschen zusammen kommen. Das sind etwa Großraumbüros, öffentliche Verkehrsmittel oder Supermärkte. Weil man nicht alle Oberflächen desinfizieren kann: Händewaschen nicht vergessen!

Soll ich mich noch gegen Grippe impfen lassen?

Auch jetzt raten die Experten noch dazu, sich impfen zu lassen. Die Impfung benötigt allerdings zwei Wochen, um ihre Wirksamkeit zu entfalten. In dieser Zeit kann man also trotz Impfung noch erkranken. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Menschen über 60, für chronisch Kranke jeden Alters, für Schwangere sowie für Menschen, die im medizinischen Bereich oder in Gruppeneinrichtungen arbeiten.

Wann eine Grippe lebensgefährlich sein kann

Grippe oder grippaler Infekt?

Die Symptome einer Grippe sind sehr unterschiedlich. Sie können von einem leichten Husten bis hin zu hohem Fieber oder auch schweren Begleiterkrankungen wie etwa einer Lungenentzündung reichen. Der Verlauf ist nicht vorhersagbar. Deshalb ist die Influenza leicht mit einem grippalen Infekt zu verwechseln. Dabei handelt es sich um eine Erkältung, die mit grippeähnlichen Beschwerden wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit einhergeht.

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