Grippewelle 2019/20: NRW hat Schnupfen - Zahlen vom Robert-Koch-Institut

Zahlen vom Robert-Koch-Institut : Ein bisschen Schnupfen, kaum Grippe

Das Robert-Koch-Institut hat seinen aktuellen Wochenbericht zur Grippe herausgegeben. Die gute Nachricht: Kaum Grippeviren in Sicht. Eine schlechte Nachricht gibt es aber auch.

Die milden Temperaturen schonen auch das Immunsystem. Derzeit ist laut dem aktuellen Bericht des Robert-Koch-Instituts von der Influenza nur wenig in Deutschland und auch in NRW zu sehen. Hauptsächlich sind sogenannte Rhinoviren unterwegs. Das sind Viren, die vor allem Schnupfen und Erkältung auslösen. Vor allem bei Wesel, Oberhausen, Duisburg sind derzeit einige Krankheitserreger unterwegs, ebenso wie im Bereich Köln und Bonn. Auch Urlauber, die sich für die Herbstferien ein Reiseziel innerhalb Europas ausgesucht haben, müssen sich keine Sorgen machen. Das europäische Grippeüberwachungssystem zeigt: Nur in Polen ist die Grippeaktivität leicht erhöht, in Frankreich, Italien oder Spanien dagegen nicht.

Wie die Experten in ihrem Bericht schreiben, kann es aber in dieser oder in der nächsten Woche zu einem Anstieg der Fälle kommen. Hintergrund sind ebenfalls die Ferien, die dafür sorgen, dass mehr Patienten mit akuten Erkrankungen zum Arzt gehen. Während außerhalb der Ferien eher Menschen mit chronischen Erkrankungen einen Arzt aufsuchen.

Hier finden Sie weitere Infos zum Thema Grippe.

Es ist der dritte Wochenbericht zum Thema Influenza dieses Jahr. Mit einer echten Grippewelle rechnen die Experten aber nicht vor Januar. Bis Mitte Dezember macht es deshalb auch noch Sinn, sich einer Grippeimpfung zu unterziehen. Die Spritze braucht zwei Wochen, bis sie ihren Schutz entfaltet hat. Vor allem Menschen mit Vorerkrankungen und Ältere sollten eine Grippeimpfung in Erwägung ziehen. Hände waschen ist allerdings das direkteste Mittel, um Viren und Bakterien abzuwehren. Außerdem sollte man Telefon und Tastatur desinfizieren, wenn man etwa in einem Großraumbüro Gemeinschaftsgeräte benutzt.

(ham)