Grippewelle 2016: Wieder mehr Fälle von Influenza in NRW

Infektionswelle: Wieder mehr Grippe-Fälle in NRW

Auch in der neunten Woche der Grippewelle ist noch keine Entwarnung in Sicht. Im Gegenteil: Laut einem aktuellem Bericht des Robert Koch-Instituts ist die Zahl der Erkrankungen bundesweit wieder gestiegen - das gilt auch für NRW.

Beinahe wirkte es so, als wäre die diesjährige Grippewelle überstanden - doch in der neunten Kalenderwoche zeigt der Praxisindex der Arbeitsgruppe Influenza des Robert Koch-Instituts (RKI) doch wieder einen Anstieg. Derzeit liegt der Wert bei 183 für NRW. Vergangene Woche lag er noch bei 167. Als unbedenklich gilt er bis zu einem Wert von 115. Im Westen Deutschlands gilt die Influenza-Aktivität somit wieder als "stark erhöht" und liegt im roten Bereich. Bundesweit wird in dem Bericht von einer "deutlichen erhöhten Influenza-Aktivität" gesprochen, einer Aktivität im gelben Bereich.

Für den Bericht analysiert das RKI die Zahl der Atemwegserkrankungen in Deutschland; darunter fallen Rachenentzündungen, Lungenentzündungen und Bronchitis. Die Häufigkeit der Atemwegserkrankungen ist nach Angaben des Instituts gemeinsam mit Informationen aus der virologischen Überwachung und den Meldedaten ein gutes Kriterium zur Einschätzung der Grippe-Aktivität.

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Trotz frühlingshaftem Wetter sollten Kinder, Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen folglich auch weiterhin vorsichtig sein. Regelmäßiges Händewaschen gilt als eine der besten Maßnahmen gegen eine Infektion mit Influenza-Viren. Auch eine Impfung ist noch möglich. Allerdings ist dann zu beachten, dass erst zwei Wochen nach der Injektion auch der Schutz vor der Krankheit hergestellt ist.

Weitere Tipps für einen wirkungsvollen Grippe-Schutz gibt hier der Düsseldorfer Virologe Ortwin Adams.

(ham)