Schnupfen, Husten, Halsschmerzen Wie lange ist man mit einer Erkältung ansteckend?

Düsseldorf · Dezimierte Kollegenkreise, halb leere Schulklassen: Die Grippe- und Erkältungswelle schraubt überall den Krankenstand nach oben. Aber wie lange muss man eigentlich Abstand halten von Menschen, die husten und niesen?

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Foto: Shutterstock/ Subbotina Anna
  1. Hände waschen — das schützt besser als Vitamine
  2. Vitamine sind gesund und tun auch dem Immunsystem gut. Allerdings hat die Forschung gezeigt: Zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen und Vitamine in Pillen- oder Pulverform einzunehmen, ist weit weniger effektiv, als sich regelmäßig die Hände mit Seife zu waschen, sagt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Der Nutzen von Vitamin C und anderen sogenannten Antioxidantien wie Vitamin A oder E werde von vielen überschätzt.
  3. Bloß nicht mit den Fingern ins Gesicht
  4. Oft passiert es unbemerkt. Wir reiben uns die Augen, packen an die Nase oder stützen den Kopf ab. Dabei bringen wir die Erreger wie mit dem Taxi genau dorthin, von wo aus sie ihren Angriff auf unsere Gesundheit am leichtesten antreten können: auf die Schleimhäute von Mund, Nase und Augen.
  5. Weg mit benutzen Taschentüchern
  6. Wenn die Nase läuft, hilft nur putzen. Danach wandern die Taschentücher allerdings überallhin: in Handtaschen, Hosentaschen oder Ärmel. Dort legt man sich dann selbst ein Virenlager an. Beim nächsten Griff in die Tasche kleben sie an den Händen und verteilen sich weiter. Darum rät das IQWiG: Benutzte Taschentücher schnell entsorgen.
  7. Genug trinken
  8. Besonders in der Heizperiode sollte man täglich genug Flüssigkeit zu sich nehmen. So bleiben die Schleimhäute schön feucht und bilden eine gute Barriere gegen Viren und Bakterien.
  9. Meiden Sie alles, was das Immunsystem schwächt
  10. Rauchen, wenig Schlaf oder Alkohol — sie alle sind Gift für das Immunsystem. Meiden Sie solche Faktoren, um die körpereigene Abwehr nicht zu schwächen.
  11. Vorbeugen durch Hygiene
  12. In asiatischen Ländern normal, hier eher befremdlich: das Tragen von Mundschutzmasken. Für ausreichend hält der Mikrobiologe Roland Lang von der Uni Erlangen aber auch das Händewaschen. Bewährt hat es sich zudem, in die Armbeuge zu niesen oder zu husten, statt sich dabei die Hand vor den Mund zu halten. Denn sein Hinweis: Viren übertragen sich nicht nur per Tröpfcheninfektion, sondern auch per Schmierinfektion, also über kontaminierte Oberflächen.
(wat)
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