Arthrose im Knie - das hilft bei Schmerzen im Knie-Gelenk

Tipps für Betroffene : Arthrose im Knie: das hilft wirklich bei Schmerzen im Kniegelenk

Laufen, springen, tanzen. Das möchte wohl jeder von uns, und zwar bis ins hohe Alter hinein. Was aber, wenn die Arthrose im Knie bei jeder körperlichen Bewegung Panik auslöst? Dann hilft nur eines: aufstehen und etwas tun.

Eines steht fest: Irgendwann wird jeder alt wie Oma und Opa und jeder von uns wünscht sich, bis ins hohe Alter seine Beweglichkeit zu behalten. Doch es wird der Tag kommen, an dem wir nicht mehr die Treppe in die zweite Etage schaffen, weil es im Knie zwickt. Wir werden vieles nicht mehr so schnell ausführen können wie früher. Kurzum: die Anfälligkeit für eine Kniegelenksarthrose nimmt im Alter zu.

Der Alterungsprozess läuft ab, ob wir wollen oder nicht. Und dazu gehört auch der Verschleiß der Gelenke, da wir uns den ganzen Tag, drehen, strecken, nach Dingen greifen, laufen, gehen oder springen. Die Rede ist von Arthrose, einer typischen Alterserkrankung, von der jeder Mensch einmal mehr oder weniger betroffen sein wird.

Bei einer Kniearthrose geht es im Grunde genommen darum, dass die Gelenkknorpel verschleißen und dadurch harte Bewegungen oder Stöße nicht mehr richtig abfedern können. Sie beginnt schleichend und es braucht seine Zeit, bis sich der schmerzhafte Abbau des Gelenkknorpels bemerkbar macht.

Es ist ein langjähriger Prozess. In fortgeschrittenen Stadien der Arthrose manifestieren sich im Gelenk Veränderungen im Bereich der Gelenkknochen, der Gelenkkapsel und der Gelenkschmiere. Ebenso verändern sich im Laufe des Krankheitsverlaufs auch Muskulatur, Sehnen und Bänder, die dem Gelenk einen sicheren Halt geben.

Die meisten Gelenke bestehen aus einem Gelenkkopf und einer Gelenkpfanne, die nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip perfekt ineinander passen. Das Kniegelenk verfügt zusätzlich über eine Gelenkzwischenscheibe. Die Rede ist vom Meniskus.

Umgeben wird das Ganze von einer Kapsel, die vor falschen Bewegungen schützt und an der die Bänder fixiert sind. Sie dient als eine Art Puffer, sodass eine schmerzfreie und reibungsarme Bewegung überhaupt möglich wird. Damit die beiden Gelenkknorpel optimal gleiten können, gibt es die Gelenkflüssigkeit.

Wie bereits angedeutet, handelt es sich bei einer Arthrose um einen degenerativen Prozess, der Aufgrund des Alterns nicht aufgehalten werden kann. Demzufolge läuft es am Ende auf eine Arthrose hinaus, unter anderem im Kniegelenk. Ärzte sprechen in diesem Fall von einer Gonarthrose.

Was ist Arthrose im Knie?

Eine Arthrose im Knie zählt zu den häufigsten Verschleißerkrankungen weltweit. Die sogenannte Kniearthrose, in der Fachsprache der Ärzte auch als Gonarthrose bezeichnet, tritt beim ganz normalen Alterungsprozess auf, aber auch bei Fehlstellungen (X- und O-Beinen) und bei Menschen mit Übergewicht. Außerdem können auch Unfälle, die Auswirkungen auf die menschlichen Gelenkstrukturen haben, wie etwa bei Meniskus- und Kreuzbandverletzungen, zu einer Kniearthrose führen. Knochenbrüche mit Beteiligung der Gelenke sowie Entzündungen im Kniegelenk gehören ebenfalls zu den Ursachen solch einer Gelenkerkrankung.

Doch was kann man sich unter einer Kniearthrose genauer vorstellen? Wie der Name bereits erahnen lässt, kommt es im Kniegelenk zu einem Verschleiß der Gelenkknorpel. Das wiederum führt dazu, dass im Zuge der Abnutzungserscheinung die Gelenkflüssigkeit verdrängt wird und die beiden Knochenenden aneinander reiben. Tritt eine Kniearthrose in der Innenseite des Kniegelenks auf, so nennt man dies mediale Gonarthrose. Ist die Außenseite betroffen, spricht man von einer lateralen Gonarthrose. Und liegt eine Kniearthrose unter der Kniescheibe vor, so wird dies als patellofemorale Gonarthrose bezeichnet.

Wenn keine ärztliche Behandlung vorgenommen wird, kommen im weiteren Verlauf der Erkrankung Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen sowie Knieschmerzen hinzu. Das Kniegelenk wird zunehmend unbeweglicher, was letzten Endes dazu führen kann, dass das Gelenk steif wird. Obendrein kann eine Gonarthrose dazu führen, dass sich Fehlstellungen (X- und O-Beine) bilden können.

Wie entsteht Arthrose im Knie?

Eine Kniearthrose ist eine fortschreitende Gelenkerkrankung, für die es mehrere Ursachen geben kann. Neben dem degenerativen Verschleiß durch das älter werden, tritt sie auch bei einem übermäßigen oder krankhaften Verschleiß der Gelenkknorpel auf. Hierzu gehören hohe Belastungen durch Leistungssport, schwere körperliche Einsätze im Berufsleben und erblich bedingte Fehlstellungen von Gliedmaßen. Weitere Auslöser dieser Erkrankung können auch Übergewicht, Diabetes, Gicht und eine Dysfunktion der Schilddrüse sein. Was alle Ursachen gemeinsam haben, lässt sich exakt auf den Punkt bringen: sie alle sorgen dafür, dass die mechanischen Abläufe im Kniegelenk sich nicht nur negativ auf die persönliche Mobilität auswirken, sondern auch mit Schmerzen einhergehen.

An diesem Punkt kommt die Frage auf, wie sich eine Arthrose im Knie überhaupt entwickelt. So sehen die verschiedenen Phasen aus:

Im frühen Stadium der Gonarthrose tritt ein Knorpelschaden auf. Das soll heißen, dass der Knorpelüberzug Schädigungen aufweist. Im weiteren Verlauf nimmt der Verschleiß des Knorpels allmählich zu und der Druck auf die Knochenenden und der Schmerz erhöhen sich. Um die Mehrbelastung auf die Knochen zu mindern, vergrößert sich die Gelenkfläche und es bilden sich die ersten knöchernen Auswüchse, die sogenannten Osteophyten. Die Beweglichkeit des Kniegelenks wird eingeschränkt, der Knorpelschaden verschlimmert sich und die Beschwerden nehmen zu. Patienten befinden sich jetzt im mittleren Stadium der Gelenkerkrankung.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung rücken die Knochen immer näher aneinander, bis der Gelenkspalt samt Knorpel gänzlich verschwunden ist und die Knochen ungeschützt aufeinander liegen. Sobald dieses Endstadium erreicht ist, leiden Patienten unter einer Versteifung des Kniegelenks. Es kann sogar zu Fehlstellungen kommen.

Begleitet wird dieser Krankheitsverlauf oftmals mit heftigen Schmerzen. Am Ende kann häufig nur noch eine Operation helfen.

Wie äußert sich Arthrose im Knie?

Da der Gelenkverschleiß eine schleichende Krankheitsentwicklung mitbringt, zeichnen sich die ersten Symptome einer Gonarthrose erst spät ab, sodass sie folglich erst spät von einem Arzt diagnostiziert werden können.

In der Anfangsphase der Gelenkerkrankung machen sich die Symptome dadurch bemerkbar, dass Knieschmerzen beim Treppensteigen und beim Gehen auf harten Untergründen auftreten. Ebenfalls lassen sich Beschwerden beim Tragen von schweren Gegenständen ausmachen. Selbst langes Sitzen sorgt bei Anzeichen einer Kniearthrose für Schmerzen hinter der Kniescheibe. Ebenso gehört eine erhöhte Wetterempfindlichkeit zu den Symptomen, vor allem an feuchten und kalten Tagen.

Zu den Symptomen zählen auch Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen. Und zu guter Letzt müssen noch Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen in die Liste der Symptome aufgenommen werden, die bei einer Kniearthrose auf der Tagesordnung stehen.

Arthrose im Knie - welcher Arzt kann helfen?

Sobald die ersten Gelenkschmerzen auftauchen, sollte zunächst einmal der Hausarzt aufgesucht werden. Er untersucht den Gang und die Haltung des Patienten und ertastet druckempfindliche und angeschwollene Stellen rund um das Gelenk. Im Anschluss wird die Gelenk-Beweglichkeit festgestellt. Sollte bei der ärztlichen Untersuchung der Verdacht auf eine Gonarthrose entstehen, wird der Schweregrad der Erkrankung mit Hilfe eines Röntgenbildes bestimmt, indem der Abstand der Gelenkknochen und die Gelenkoberfläche näher in Augenschein genommen werden. Um ein besseres Bild von Muskeln und Kapseln zu erhalten, erfolgt oftmals eine Ultraschalluntersuchung. Mit einer Magnetresonanztomografie (MRT) untersucht der Arzt Sehnen, Bänder und Menisken.

Nach einer ersten Anamnese beim Hausarzt ist nicht auszuschließen, dass der Patient zu einem Facharzt, den Orthopäden, verwiesen wird. Sollte sich der Verdacht erhärten, dass die Kniearthrose bereits weit fortgeschritten ist, hilft meist nur noch eine Operation. In diesem Fall kann eine Teilprothese, ein künstliches Kniegelenk zum Einsatz kommen. Ebenso kann eine Korrektur von Fehlstellungen bei X- und O-Beinen erwogen werden.

Wann muss Arthrose im Knie operiert werden?

Bei einer Kniearthrose ist die Operation oft das letzte Mittel. Denn hat sich der behandelnde Arzt einmal dazu entschieden, dann weist das Gelenk erhebliche irreparable Gelenkschäden auf und die Gelenkschmerzen sind kaum noch auszuhalten. Bis dahin schöpft der Arzt alle nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten aus, um die Beschwerden zu lindern. Hierbei geht es in erster Linie darum, das erkrankte Kniegelenk zu entlasten und vor Fehl- und Überlastungen zu schützen. Unterstützung findet dieses Vorgehen durch orthopädische Hilfen wie Gehstützen oder elastischen Kniebandagen. Darüber hinaus können auch schmerz- und entzündungshemmende Salben, Gels oder Medikamente am Gelenk zur Anwendung kommen. Eine weitere Therapie ist die Behandlung mit Hyaluronsäure, bei der die Gelenkflüssigkeit wieder aufgefrischt wird. Ebenso können Bewegungstherapien sowie Therapien mit Wärme und Kälte angewandt werden. Und für Menschen mit Übergewicht gibt es eine Ernährungstherapie.

Tritt mit konservativen Therapien keine Besserung ein, dann kann nur noch ein operativer Eingriff helfen. Hier stehen dem Patienten verschiedene Methoden zur Verfügung, wie etwa eine Gelenkspiegelung oder ein Gelenkersatz.

Welches Medikament hilft bei Arthrose im Knie?

Ziel aller Behandlungsmethoden bei einer Kniegelenksarthrose ist es, die Schmerzen zu lindern und die Bewegungsmöglichkeit des Patienten wiederherzustellen. Eine Therapie, die die Symptome einer Arthrose behandelt, kann die Einnahme von Medikamenten sein. In Frage kommen können nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), die eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung am betroffenen Gelenk mitbringen. Zudem hemmen diese Medikamente Fieber und Temperaturerhöhungen. Mitunter wird bei der Therapie-Behandlung einer Knie-Arthrose und deren Symptomen auch zu Kortisoninjektionen sowie Hyaluronsäureinjektionen gegriffen. Dabei handelt es sich um Injektionen, die direkt ins Gelenk gespritzt werden.

Warum ist Muskelaufbau so wichtig bei Arthrose im Knie?

Eine gute Verhaltensmaßnahme bei einer Arthrose-Erkrankung der Kniegelenke ist Bewegung. Sie führt dazu, dass in den Gelenken sowohl ausreichend Gelenkflüssigkeit produziert wird, als auch der Knorpel genügend mit Nährstoffen versorgt wird. Natürlich versuchen an Kniearthrose erkrankte Patienten das Gelenk zu schonen und nicht zu belasten. Doch um erfolgreich gegen den weiteren Verschleiß des Knorpels anzukämpfen, ist Bewegung des Kniegelenks die beste Therapie. Schon zwei bis drei Stunden in der Woche sind ausreichend. Aber nicht der Knorpel im Knie will optimal versorgt sein, sondern auch Muskeln, Sehnen und Bänder. Wichtig ist dabei, dass eine Sportart gewählt wird, die gleichmäßige Abläufe mitbringen und sich als Schmerz schonend erweisen. Hierzu gehören beispielsweise Schwimmen, Radfahren oder Wandern.

Warum schmerzt Arthrose im Knie nachts im Bett?

Viele Patienten klagen überwiegend nachts über schmerzhafte Empfindungen im Knie. Es handelt sich dabei um den sogenannten Ruheschmerz. In der Regel tritt diese besondere Form des Schmerzes bei Patienten auf, deren Körper sich in Ruhe befinden, entweder beim Sitzen auf dem Stuhl oder Schlafen im Bett. Die Ursache eines solchen Ruheschmerzes liegt darin, dass sich das angegriffene Kniegelenk im Ruhezustand befindet und steif wird. Davon betroffen sind vor allem Patienten im höheren Lebensalter.

Der Ruheschmerz tritt bei einer Gonarthrose dann auf, wenn im Gelenk bereits eine Entzündung vorliegt.

Was hilft bei Arthrose im Knie?

Eine Möglichkeit bei einer Kniearthrose die Schmerzen zu lindern und die Bewegungsfähigkeit so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, ist es, den überflüssigen Pfunden zu Leibe zu rücken. Denn je weniger der Patient auf die Waage bringt, desto weniger Druck lastet auf dem Kniegelenk und damit auf dem Knorpel. Somit sollte bei übergewichtigen Menschen eine Reduzierung des Körpergewichts an oberster Stelle stehen. Eine gute Therapie ist in daher die Umstellung der eigenen Ernährung. Denn die Versorgung des Knorpels hängt stark von dem ab, welche Nährstoffe zur Verfügung stehen. Das betrifft auch Patienten ohne Übergewicht. Es ist also ratsam, sich für eine gesunde, Entzündungen vorbeugende Ernährung zu entscheiden. Nur so schreitet die Arthrose weniger voran und die Schmerzen gehen zurück.

Was ebenfalls bei einer Kniegelenksarthrose hilft, ist Bewegung. Denn durch die Anwendung von gleichmäßigen Bewegungen wird nicht nur die Muskulatur gestärkt, sondern auch die eigene Körperhaltung gefördert.

Um die Belastungen des betroffenen Kniegelenks und damit die Schmerzen zu verringern, helfen obendrein orthopädische Hilfsmittel wie Gehstöcke oder Rollatoren, aber auch Gelenkschienen (sogenannte Orthesen) und spezielles Schuhwerk.

Welche Übungen helfen bei Arthrose im Knie?

Bei Gonarthrose, der häufigsten Form der Arthrose, sollten Patienten darauf bedacht sein, das Gelenk durch regelmäßige Übungen in Bewegung zu halten. Schließlich geht es bei dieser degenerativen Erkrankung des Kniegelenks darum, die zunehmende Zerstörung des Gelenkknorpels unter Mitwirken von Gelenkkapsel, gelenkbildenden Knochen und Muskulatur nicht so schnell fortschreiten zu lassen. Übungen helfen dabei, die Knorpel-Regeneration anzuregen.

Der Orthopäde rät Betroffenen einer Kniearthrose zu folgenden Übungen:

Übung 1: Pendeln

Bei dieser Übung sitzt man auf einem festen waagerechten Untergrund, der so hoch ist, dass die Füße den Fußboden nicht berühren. Durch das gleichmäßige Pendeln wird die Bildung und Verteilung der Gelenkschmiere unterstützt. Diese Übung dauert ca. eine Minute.

Übung 2: Knie ausstrecken und halten

Ebenfalls in einer sitzenden Position wird das Bein waagerecht ausgestreckt und gehalten, wodurch die Beinmuskulatur rund um das Knie verbessert wird. Die Übung sollte zehnmal auf jeder Seite wiederholt werden.

Übung 3: Oberschenkelmuskel (Quadrizepts) im Stehen dehnen