Laktoseintoleranz: Milchallergie - laktosefrei leben

Laktoseintoleranz : Milchallergie - laktosefrei leben

Wer Durchfall und Blähungen nach dem Genuss von Milchprodukten hat, sollte sich umgehend an einen Arzt wenden. Oft steckt eine Laktoseintoleranz dahinter.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten nehmen weltweit immer stärker zu; allein in Deutschland sind etwa 14 Millionen Menschen von einer Laktoseintoleranz (im Volksmund als "Milchallergie" bekannt) betroffen. Die Dunkelziffer wird aber weitaus höher liegen, denn nicht jeder führt seine Verdauungsbeschwerden nach dem Essen auf eine Unverträglichkeit auf Laktose zurück.

Laktose ist ein Milchzucker, der nicht nur in Milch, sondern auch in vielen industriell hergestellten Lebensmittelprodukten vorhanden ist. An eine Reaktion des Körpers auf diesen Milchzucker denken die wenigsten. Menschen, die nach dem Essen unter Bauchschmerzen oder Durchfall leiden, sollten sich jedoch daraufhin untersuchen lassen.

Unverträglichkeit gegen Milchzucker

Menschen mit einer Laktoseintoleranz fehlt das Enzym Lactase, wodurch der Milchzucker aus der Nahrung nicht mehr im Dünndarm aufgespalten werden kann. Der Milchzucker gelangt deshalb ungespalten in den Dickdarm, wo er von den Darmbakterien vergärt wird. Die Vergärung ruft schließlich die starken Verdauungsbeschwerden hervor.

Diagnostiziert wird eine Unverträglichkeit gegen Milchzucker durch einen Wasserstoffatemtest. Bei diesem Test müssen die Patienten 50 Gramm Laktose, aufgelöst in Wasser oder Tee, trinken und alle 20 bis 30 Minuten in ein Röhrchen pusten. Die über drei Stunden gemessenen Werte geben an, ob eine Intoleranz vorliegt.

Ernährung umstellen

Wurde bei einem Patienten eine Unverträglichkeit festgestellt, sollte er seine Ernährung umstellen. Das Einkaufen wird aber mit einer Laktoseunverträglichkeit nicht unbedingt erschwert, denn mittlerweile hat auch die Nahrungsmittelindustrie auf die Zunahme an Erkrankten reagiert und zahlreiche laktosefreie Produkte auf den Markt gebracht.

Eine Umstellung der Ernährung wird empfohlen, um die Beschwerden zu mildern. Um einem Mangel an Kalzium, einem wichtigen Bestandteil von Milch, vorzubeugen, sollten Ergänzungsmittel eingenommen werden. Eine Behandlung der Unverträglichkeit kann zusätzlich erfolgen, indem Medikamente genommen werden, die Laktase enthalten. Diese helfen optimal bei unvorhergesehenen Restaurantbesuchen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fünf Fragen zur Laktoseintoleranz

(anch)