Bei Schminke, Masken und Co. Kleingedrucktes lesen: Gesundheitsgefahr durch riechende Karnevalsmasken

Bei Schminke, Masken und Co. Kleingedrucktes lesen : Gesundheitsgefahr durch riechende Karnevalsmasken

Vorsicht vor riechenden Karnevalsmasken: Sie können nach Information der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen krebserregende Stoffe enthalten. Einige Karnevalsartikel erweisen sich bei näherem Hinsehen nicht gerade als Kracher für die Gesundheit.

Riechen Karnevalsmasken im Laden stark nach Chemie, lassen Kunden besser die Finger davon. Denn Kunststoffmasken enthielten oft krebserregende Stoffe oder schädliche Weichmacher, die besonders Kindern gefährlich werden können, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Zudem sollten Masken einige Tage lang ausgelüftet und an Karneval so kurz wie möglich getragen werden. Wichtig sei es, sich nach dem Feiern gründlich die Hände und das Gesicht zu waschen. Eine gute Alternative sei es, Masken aus Pappe zu wählen oder lediglich das Gesicht zu schminken.

Oft handele es sich bei den Kostümen um billige Saisonware aus Fernost. Sie kann bedenkliche Farbstoffe enthalten Kostüme und Perücken sollten grundsätzlich auch nicht direkt auf der Haut getragen werden, da sie oftmals schädliche Farbstoffe, krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe oder Weichmacher enthalten könnten. Hier empfehlen die Verbraucherschützer, T-Shirts und Leggins darunter zu tragen.

Gummiattrappen können zudem durch krebserregende Nitrosamine oder zu viele Latexproteine verunreinigt sein. Die Verbraucherschützer raten deshalb dazu, diese Masken - wenn überhaupt - nur kurz auf der Haut zu tragen.Aufgrund der Verletzungsgefahr sollten lange Schnüre und Kordeln der Kostüme am Halsbereich abgeschnitten und durch Knöpfe oder Klettverschlüsse ersetzt werden.

Ob sie allergisch auf die Karnevalsschminke reagieren, testen Narren am besten vor der ersten Benutzung, indem sie das Produkt auf eine kleine Hautstelle auftragen, rät die Verbraucherzentrale.
Schminke auf Wasserbasis sei leichter zu entfernen als fettfarbenhaltige Bemalung und lasse die Haut auch mehr atmen.

Eine Gefahr können auch Tröten, Rasseln und vor allem Spielzeugpistolen sein - und zwar für die Ohren. Diese können bleibende Schäden von zu lautem Lärm davontragen. Daher sollte die Pistole in einem Abstand von mindestens 25 Zentimeter zum Ohr abgefeuert werden. Auch sollte man grundsätzlich möglichst leise Modelle kaufen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Karneval in anderen Ländern

(dpa/KNA)
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