Trendumkehr nach Zunahme der Infektionen Zahl der gemeldeten Affenpocken-Fälle geht weltweit zurück

Genf · Zuletzt wurden der WHO gut ein Fünftel weniger Infektionen mit den Affenpocken gemeldet. Die Experten vermuten vor allem in Europa einen deutlichen Rückgang.

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Foto: dpa/Andrea Männel

Die Zahl der weltweit gemeldeten Affenpocken-Fälle ist in der vergangenen Woche um 21 Prozent zurückgegangen. Damit gab es nach zuletzt wachsenden Infektionszahlen eine Trendumkehr und damit ein mögliches Signal, dass sich der Ausbruch in Europa abschwächen könnte, wie aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation vom Donnerstag hervorging.

Die UN-Gesundheitsorganisation berichtete von 5907 neuen Fällen binnen einer Woche. Zwei Länder, Iran und Indonesien, hätten ihren jeweils ersten Infektionsfall gemeldet. Seit Ende April wurden insgesamt mehr als 45 000 Fälle aus 98 Ländern gemeldet.Infektionen auf dem amerikanischen Doppelkontinent machten im vergangenen Monat den Angaben zufolge 60 Prozent der Fälle aus - dort zeige sich ein „anhaltender starker Anstieg“-, während die Infektionen in Europa etwa 38 Prozent ausmachten.Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (CDC) erklärte am Donnerstag, auf dem Kontinent seien in der vergangenen Woche 219 neue Fälle erfasst worden - eine Zunahme um 54 Prozent. Die meisten Fälle traten demnach in Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo auf.

Anfang Juli, bevor die WHO die Ausbreitung der Krankheit zu einem globalen Notstand erklärte, hatte der Regionaldirektor der WHO für Europa noch gesagt, die Länder in seiner Region seien für 90 Prozent aller im Labor bestätigten Infektionen verantwortlich.

(mzu/dpa)