1. Leben
  2. Gesundheit

Kein Online-Rabatt für rezeptpflichtige Medikamente

Fairer Wettbewerb : Kein Online-Rabatt für rezeptpflichtige Medikamente

Eine neue Regelung soll die Vor-Ort-Apotheken stärken - vor allem im Kampf gegen die Internet-Apotheken und ihre Rabatte. Für Gesundheitsminister ein wichtiger Schritt für einen fairen Wettbewerb.

Beim Kauf von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln dürfen Internet-Apotheken künftig keine Rabatte mehr gewähren. Eine entsprechende Regelung hat der Bundestag am Donnerstagabend beschlossen. Damit gilt stets der gleiche Preis – unabhängig davon, wo ein Medikament gekauft wurde. Damit sollen klassische Apotheken besser vor der ausländischen Online-Konkurrenz geschützt werden.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte schriftlich, die Apotheken vor Ort seien eine wichtige Anlaufstelle für Patienten. „Sie erbringen unverzichtbare Leistungen für die Versorgung der Bevölkerung.“ Mit der Neuregelung werde für einen fairen Wettbewerb zwischen Vor-Ort-Apotheken und Versandapotheken gesorgt. „So sichern wir die Arzneimittelversorgung in der Stadt und auf dem Land.“

Deshalb sollen die Apotheken auch zusätzliche Dienstleistungen anbieten und dafür Geld verlangen können. So wird ihnen auf Botendienste für pflegebedürftige Patienten dauerhaft ein Zuschlag von 2,50 Euro gewährt. Ebenso können sie ihren Kunden spezielle Angebote unterbreiten wie etwa Präventionsprogramme oder die pharmazeutische Betreuung bei einer Krebstherapie. Dafür werden den Apotheken 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Das Gesetz soll voraussichtlich im Dezember in Kraft treten und bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates.

(june/dpa/AFP)