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Gift im Alltag und wie Sie sie vermeiden

Aluminium, Bisphenol A, Parabene : Die schädlichsten Alltagsgifte — und wie Sie sie vermeiden

Ständig kommt man mit Produkten in Kontakt, die giftig sein. Und zwar ohne, dass man es merkt. Egal ob Plastikflaschen, Deos oder Shampoos – sie alle können gesundheitschädliche Subtanzen enthalten. Wir erklären welche Gefahren sie bergen und wie sie den umstrittenen Stoffen aus dem Weg gehen können.

Ständig kommt man mit Produkten in Kontakt, die giftig sein. Und zwar ohne, dass man es merkt. Egal ob Plastikflaschen, Deos oder Shampoos — sie alle können gesundheitschädliche Subtanzen enthalten. Wir erklären welche Gefahren sie bergen und wie sie den umstrittenen Stoffen aus dem Weg gehen können.

Das Gift in der Plastikflasche: Bisphenol A

Bisphenol A (BPA) steckt in viele Lebensmittelverpackungen: In Plastikflaschen, Konserven- und Getränkedosen, aber auch in Mehrweg-Plastikgeschirr und Kochutensilien. Zudem ist es in Kassenbons und zahlreichen weiteren Alltagsgegenständen wie beispielsweise Mobiltelefonen oder Sonnenbrillen enthalten. In Babyfläschchen ist der Stoff seit Januar 2011 EU-weit verboten, Frankreich hat die Chemikalie seit dem 1. Januar 2015 sogar in allen Lebensmittelverpackungen untersagt.

BPA wird nachgesagt, die Fortpflanzung zu beeinflussen und die Gehirnentwicklung bei Ungeborenen und Kleinkindern zu schädigen. Zudem wird auch ein Zusammenhang mit Herzkreislaufproblemen und Krebs nicht ausgeschlossen. Die europäische Lebensmittelbehörde EFSA senkte daher den zulässigen Grenzwert in EU-Lebensmitteln erst kürzlich von 50 auf vier Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Wie Sie die Aufnahme von BPA minimieren können:

Der gefährliche Stoff im Deo: Aluminium

Bei Aluminium denkt man sofort an Alufolie. Doch auch unsere Nahrung ist voll von dem Leichtmetall: Es steckt in Teeblättern und Kakao, in Salaten, Hülsenfrüchten und Getreide, in Fisch und auch in Fleisch. Da das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) davon ausgeht, dass schon allein über die Nahrungsmittelaufnahme die tolerierbare Aluminiummenge ausgeschöpft wird, sollte jegliche weitere Aufnahme des Leichtmetalls vermieden werden. Das Gefährliche am Aluminium: Es soll das Brustkrebsrisiko steigern und die Gefahr für Alzheimer erhöhen.

Allerdings steckt Aluminium neben Lebensmitteln auch in Kochutensilien und Kosmetiartikeln. Zu finden ist es etwa in unbeschichteten Töpfen oder Blechen, Deos,Cremes, in bestimmten Medikamenten, Dosen und natürlich in Alufolie. Da weder die Nahrungsaufnahme noch der Kontakt mit den genannten Utensilien vermeidbar ist, wird der vom BfR vorgeschriebene Höchstwert jedoch sehr schnell überschritten. Demnach sollte ein Erwachsener nicht mehr als ein Milligramm Aluminium pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu sich nehmen.

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So können sie die Aufnahme von Aluminium minimieren:

Hormoncocktail im Badezimmer

Zähneputzen, duschen, das Gesicht eincremen, schminken — die Liste der nur bereits am Morgen genutzen Kosmetikprodukte ist lang. Was viele nicht wissen: Einige von ihnen enthalten hormonell wirksame Stoffe. Obwohl diese unser Hormonsystem nachhaltig stören können, ist ihre Verwendung erlaubt. In vielen Körperpflegeprodukten ist zudem nicht nur ein Gift enthalten, sondern gleich mehrere.

Die laut einer Studie des BUND davon am häufigsten verwendeten, sind Parabene. Sie werden als Konservierungsmittel eingesetzt und sind in bis zu 24 Prozent aller Kosmetika auf dem deutschsprachigen Markt enthalten.

Vor allem Föten im Mutterleib, Kleinkinder und Pubertierende sind durch hormonell wirksame Chemikalien gefährdet. Doch auch andere gesundheitliche Problemen werden mit ihnen in Verbindung gebracht, die in den letzten Jahrzehnten weltweit immer häufiger auftreten. Dazu gehören ein Rückgang der Spermienqualität und -anzahl, bestimmte hormonbedingte Krebsarten wie Brust-, Prostata- und Hodenkrebs, verfrühte Pubertät bei Mädchen, sowie Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern.

So können Sie sich vor dem Hormoncocktail schützen:

Informationen zu weiteren Giften im Alltag erhalten Sie in der Infostrecke.

Hier geht es zur Bilderstrecke: In diesen Deos steckt kein Aluminium

(sno)