Laufen und Joggen Die richtige Ausrüstung – so laufen Sie verletzungsfrei und bei jedem Wetter

Wer regelmäßig und langfristig laufen möchte, sollte sich mit der richtigen Joggingausrüstung auf alle Eventualitäten vorbereiten. Wir verraten Ihnen, was Sie zum Joggen unbedingt brauchen.

Laufausrüstung: Diese 10 Tipps sollten Sie beim Kauf von Laufschuhen & Co. beachten
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Die richtige Joggingausrüstung – diese 10 Tipps sollten Sie beim Kauf von Laufschuhen und Co. beachten

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Foto: Shutterstock/Enfoca y dispara

Welche Laufausrüstung braucht ein Jogger?

Sie Joggen, sind bereits Läufer oder wollen es noch werden? Ohne die richtigen Laufschuhe geht nichts – wortwörtlich. Zur Grundausstattung eines Joggers gehören:

  • Laufschuhe
  • Sportsocken
  • Laufbekleidung für jedes Wetter
  • Trinkflasche
  • Eventuell eine Stirnlampe, eine Mütze und Handschuhe
  • Eventuell eine Pulsuhr oder ein Fitnesstracker

Die falschen Laufschuhe können die Freude an der neuen Sportart schnell vergehen lassen oder sogar das Verletzungsrisiko erhöhen. Aber die richtigen Schuhe in einem großen Angebot unterschiedlicher Marken für Damen und Herren zu finden, ist gar nicht so einfach.

Es gibt stark gedämpfte Laufschuhe, Laufschuhe für Fußfehlstellungen, Minimalschuhe, Barfußlaufschuhe, Trailschuhe, Wettkampfschuhe und Modelle, die verschiedene Eigenschaften miteinander kombinieren.

Bei der Laufbekleidung ist es etwas einfacher. Sie muss vor allem gut sitzen und zum Wetter passen. Nicht umsonst gibt es den Läuferspruch: Es gibt kein schlechtes Wetter zum Laufen, nur schlechte Kleidung. Wind, Regen, Schnee und Eis dürfen keine Entschuldigung sein, um an diesen Tagen nicht zu laufen. Mit der richtigen Ausrüstung ist Joggen an fast allen Tagen des Jahres möglich.

Welche Laufschuhe eignen sich für Anfänger?

Welche Laufschuhe sich für Sie eignen, ist von Faktoren wie der Fußform, dem Laufstil und dem Körpergewichts abhängig. Übergewichtige Menschen und absolute Sporteinsteiger benötigen Laufschuhe mit einer stärkeren Dämpfung, damit noch schwache Bänder, Sehnen und Gelenke zu Beginn entlastet werden.

Minimalschuhe, Barfußschuhe und Wettkampfschuhe sind eher für fortgeschrittene Läufer geeignet. Bei ihnen ist der Körper an die sportliche Belastung gewöhnt. Doch es können keine pauschalen Empfehlungen ausgesprochen werden, da jeder Fuß individuell ist.

Bei den Laufstilarten kann zwischen dem Vorderfußlauf, dem Mittelfußlauf und dem Fersenfußlauf unterschieden werden. Diese Laufstile unterscheiden sich im Abrollverhalten des Fußes, in der Schrittlänge und der Schrittfrequenz. Je nach Laufstil wirken unterschiedliche Kräfte an unterschiedlichen Stellen auf den Körper ein und die Muskulatur wird unterschiedlich belastet.

Zusätzlich können Läufer und Läuferinnen sogenannte Neutralläufer, Überpronierer oder Supinierer sein. Neutralläufer kommen mit dem Fuß flach auf dem Boden auf, bei knickt der Fuß seitlich nach innen. Bei Supinierern knickt der Fuß seitlich nach außen.

Sowohl die Überpronation als auch die Supination kann Schmerzen beim Laufen begünstigen. Gute Laufschuhe können das Abknicken des Fußes ausgleichen und den Fuß in die richtigen Bahnen lenken. Eine leichte Pronation – also das leichte Knicken des Fußes nach innen – ist normal.

Die Überpronation ist genetisch veranlagt, wird jedoch durch schwache Bänder und Sehnen, Übergewicht und Fußfehlstellungen wie einem Senkfuß oder einem Plattfuß verstärkt. Welchen Laufstil Sie haben können Sie neben einer Laufanalyse auch an Ihrem Laufschuh erkennen: Bei der Überpronation wird die Fußsohle deutlich stärker an der Innenseite abgenutzt.

Eine Überpronation ist bei Läufern – vor allem Anfängern – häufig. Sie führt mit den richtigen Laufschuhen und einem guten Trainingsplan für Anfänger nicht zu einem erhöhten Verletzungsrisiko. Wichtig ist ein langsamer Einstieg in den Laufsport, damit Sehnen, Bänder und Muskulatur sich auf die neue Belastung einstellen können und nach und nach gestärkt werden.

Eine Supination – auch Unterpronation genannt – ist eher selten. Hier kann ein höheres Verletzungsrisiko durch Überlastung bestehen. Vor allem die Achillessehnen werden durch diesen Laufstil belastet. Eine Ursache für Supination kann ein Hohlfuß sein. Fehlstellungen wie O-Beine begünstigen ebenfalls dieses Laufbild. Ein guter Laufschuh kann eine Supination ausgleichen, die Belastung auf Sehnen und Gelenke dämpfen und den Fuß führen.

Zuletzt müssen Laufschuhe für Anfänger zum Untergrund passen. Planen Sie überwiegend auf asphaltierten Straßen zu joggen, benötigen Sie eine bessere Dämpfung als auf weichem Waldboden. Laufen Sie dagegen auf unwegsamem Gelände, benötigen Sie Running-Schuhe mit einer festen Sohle und einem guten Grip.

Diese Schuhe eignen sich für Sie als Anfänger, bei:

  • Vorderfußlauf: Vorderfußläufer sind eher selten. Diese Laufart tritt bei schnellen, kurzen Sprints häufiger auf. Bei langen Dauerläufen ist das Verletzungsrisiko bei diesem Laufstil erhöht, da Sehnen, Bänder und Muskulatur leichter überlasten. Der richtige Schuh für einen Vorderfußläufer sollte über eine flexible Sohle verfügen. Die Dämpfung sollte sich über die gesamte Sohle erstrecken. Die Leiste des Schuhs sollte leicht gebogen sein. Neutralschuhe, Minimalschuhe und leichte Trainer, die über eine niedrige, sogenannte „Sprengung“ verfügen, sind eher geeignet als Laufschuhe mit einer starken Dämpfung in der Ferse. Die Sprengung bezeichnet die Differenz in der Stärke der Sohle zwischen Vorfuß und Ferse – also wie hoch der dämpfende „Absatz“ in der Ferse gegenüber des Vorfußes ausfällt.
  • Mittelfußlauf: Wer Mittelfußläuferin oder Mittelfußläufer mit einer normalen Pronation ist, hat Glück: Der Markt stellt viele Modelle für dieses Laufbild her. Allerdings verfügen viele gängige Modelle über eine hohe Sprengung. Die Dämpfung befindet sich vor allem an der Ferse. Bei Mittelfußläufern kann das zu einem veränderten Laufbild führen. Anstatt auf dem Mittelfuß aufzukommen – was die Gelenke durch die Körperposition mit leicht gebeugtem Knie weniger belastet – kommen Sie durch den „Absatz“ auf der Ferse auf. Als Mittelfußläufer sollten Sie sich für einen Laufschuh mit einer eher moderaten Sprengung entscheiden. Neutralschuhe bieten sich an.
  • Fersenfußlauf: Treten Sie mit der Ferse zuerst auf dem Boden auf, kann der Körper den Aufprall durch das gestreckte Knie kaum dämpfen. Für Fersenfußläufer werden deswegen Schuhe mit einer starken Dämpfung im Fersenbereich empfohlen. Die Sprengung fällt hoch aus.
  • Überpronation: Für Überpronierer muss der Schuh zusätzlichen Halt bieten. Die sogenannte Pronationsstütze verhindert, dass der Fuß bei jedem Auftritt zu stark nach innen knickt. Sogenannte Stabilitätsschuhe oder Bewegungskontrollschuhe gleichen die Überpronation aus. Wie fest der Halt ist, die diese Schuhe bieten, hängt von dem jeweiligen Modell ab.
  • Supination: Supinierer sollten keinen Laufschuh mit einer Pronationsstütze wählen! Diese Stützen sind für Überpronierer hergestellt und unterstützen damit an der falschen Stelle. Bei der Supination knickt der Fuß bei jedem Schritt nach außen, nicht nach innen, wie das bei der Überpronation der Fall ist. Vorteilhaft sind Neutralschuhe mit einer Dämpfung, die von der Ferse bis zum Vorfuß reicht.
  • Übergewicht: Haben Sie Übergewicht und beginnen gerade zum ersten Mal mit dem Laufsport, sollten Sie gut gedämpfte Schuhe wählen. Diese sind insgesamt etwas schwerer, da die Sohle mit Dämpfung dicker ausfällt. Eine stärkere Dämpfung soll die Gelenke schonen. Ein langsamer Einstieg ist ebenso wichtig, um eine Überbelastung zu vermeiden.
  • Überwiegend asphaltierte Straßen: Laufen Sie überwiegend auf Asphalt, wählen Sie gut gedämpfte Schuhe oder Neutralschuhe. Welches Modell Sie wählen, hängt von Ihrem Laufbild und eventuellen Fußfehlstellungen ab.
  • Überwiegend Waldboden: Gerade als Anfänger wird empfohlen, Waldwege zu bevorzugen. Waldboden ist weicher als Asphalt und dämpft den Aufprall bei jedem Bodenkontakt. Joggen Sie überwiegend auf Waldboden, muss die Dämpfung nicht so stark ausfallen.
  • Überwiegend unwegsames Gelände: Wer über unebene Wege mit Wurzeln, Steinen und Baumstämmen joggen möchte, sollte darauf achten, dass die Schuhe genügend Halt bieten und die Sohle griffig ist. Mit Trail-Laufschuhe vermeiden Sie Verletzungen durch Umknicken oder Ausrutschen. Die Dämpfung sollte mittelstark sein. Laufschuhe mit einer atmungsaktiven, aber wasserfesten Membran aus Gore-Tex sind von Vorteil. Diese eignen sich auch bei regnerischem Schmuddelwetter.

Ein Laufschuh passt gut, wenn dieser den Fuß fest umschließt, aber nicht zu sehr einengt. Beim Joggen sollten die Füße nicht in den Schuhen herumrutschen können. Drücken sollten die Schuhe aber auch nicht. Im Vorfußbereich und im Zehenbereich darf der Schuh gerne mehr Platz bieten. Das gibt den Zehen genügend Raum sich zu entfalten und gibt Ihnen beim Laufen einen stabileren Stand.

Zwischen dem großen Zeh und der Innenkante des Schuhs sollten etwa ein bis 1,5 Zentimeter Freiraum bestehen – also etwa eine Daumenbreite. Joggen Sie bei der Anprobe neuer Schuhe ruhig einige Male auf und ab, um ein Gefühl für die Passform zu erhalten. Beliebe Marken für Damen- und Herrenlaufschuhe sind Asics, Adidas, Nike und Brooks. Lassen Sie sich beim Kauf neuer Laufschuhe am besten umfassend in einem Fachgeschäft beraten.

Welche Laufschuhe eignen sich für Fortgeschrittene?

Bei Fußfehlstellungen, Überpronation, Supination und Übergewicht unterscheiden sich die Laufschuhempfehlungen für Anfänger und Fortgeschrittene kaum. Es gibt keine speziellen Anfänger- oder Fortgeschrittenenschuhe. Läufer mit einer normalen Pronation können nach einiger Zeit jedoch Schuhe mit einer geringeren Dämpfung ausprobieren - beispielsweise Minimalschuhe oder Barfußlaufschuhe.

Mit der Zeit passen sich Sehnen, Bänder und die Muskulatur auf die Belastungen an. Die Dämpfung kann dann geringer ausfallen, ohne das Verletzungsrisiko zu erhöhen. Im Zweifelsfall sollten Sie zu Beginn jedoch langsamer als gewohnt joggen, um sich an Schuhe mit einer flacheren Sohle zu gewöhnen.

Durch eine flache Sohle mit geringer oder ohne Dämpfung wird der Fuß nicht mehr gestützt. Das regt die Fußmuskulatur an. Sie müssen mit Minimalschuhen also erst einmal die vernachlässigte Fußmuskulatur aufbauen, bevor Sie zu Ihrem gewohnten, schnelleren oder intensiveren Training zurückfinden. Möchten Sie Barfußlaufschuhe ausprobieren, sollten Sie weicheren Waldboden zum Einstieg bevorzugen.

Nutzen Sie am besten zwei Paar Laufschuhe im Wechsel. Unterschiedliche Modelle stützen und entlasten die Füße anders. Dadurch wird der Muskelaufbau an unterschiedlichen Stellen gefördert. Die Nutzung verschiedener Schuhmodelle verhindert eine einseitige Belastung der Füße.

Übrigens: Nach 600 Kilometern sollten Sie Laufschuhe mit Dämpfung austauschen, egal wie gut Sie die Schuhe pflegen. Nach etwa dieser Kilometeranzahl haben Running-Schuhe ihre Dämpfungskraft verloren. Bei Barfußschuhen ist der Zustand der Sohle das entscheidende Austauschkriterium.

Joggen im Sommer: Welche Laufbekleidung eignet sich im Sommer?

Wer nicht die richtige Laufbekleidung im Haus hat, wird schnell bei widrigen Wetterbedingungen wie Regen und Kälte das Laufen ausfallen lassen. Für den Sommer kann die richtige Laufbekleidung einfacher gefunden werden. Bei gutem Wetter reichen ein Shirt, Laufshorts und Laufsocken aus.

Gegebenenfalls benötigen Sie außerdem einen guten Sport-BH. Für die ersten Trainingseinheiten im Sommer können ein normales Baumwollshirt und eine einfache kurze Hose ausreichend sein. Planen Sie regelmäßig zu joggen, sollten Sie jedoch zeitnah in gute Funktionsbekleidung investieren.

Diese ist atmungsaktiver und leitet Schweiß schnell vom Körper ab. Das erleichtert die Regulation der Körpertemperatur. Auch Reibung oder Druckstellen durch Nähte treten bei Funktionskleidung seltener auf. Laufbekleidung für den Sommer kann einen zusätzlichen Schutz vor UV-Strahlung bieten.

Diese Laufbekleidung eignet sich im Sommer:

  • Dünne Laufsocken: Die engeren Sportsocken verhindern Blasenbildung und Druckstellen. Spezielle Laufsocken können die Durchblutung und damit die Regeneration fördern. Sie ergänzen außerdem Dämpfungseigenschaften und sind atmungsaktiver als normale Baumwollsocken – im Sommer ein klarer Vorteil gegen schwitzige Füße! Für eine noch bessere Passform können hochwertige Laufsocken passgenau zur Schuhgröße gekauft werden und unterscheiden zwischen dem rechten und linken Fuß.
  • Laufshirt: Bei warmen Temperaturen ist ein Lauf-T-Shirt oder Top ausreichend. Shirts zum Laufen bestehen aus Funktionsmaterialien wie Polyester, Polyamid, Mesh und Elasthan. Durch Belüftungskanäle fühlen sich Laufshirts leicht und luftig an und Schweiß wird schnell abgetragen. Baumwollshirts sind weniger geeignet – sie saugen sich mit Schweiß voll, was schnell zu einem nassen und kalten Tragegefühl führt.
  • Laufshorts oder Lauftights: Ob Shorts oder Tights – das ist Geschmackssache. Wichtig ist, dass die Laufhose bequem ist und aus einem angenehmen Funktionsmaterial hergestellt wurde. Die kurzen Laufshorts sind luftig und erlauben viel Bewegungsfreiheit beim Laufen. Die Tights aber auch. Sie können Schweiß schnell abtransportieren und sind durch das Funktionsmaterial atmungsaktiv. Es gibt lange Lauftights mit Kompressionseffekt. Dieser Effekt soll eine schnelle Regeneration unterstützen. Allerdings gibt es auch Laufshorts mit integrierter Kompressionsinnenhose. Wählen Sie also einfach ein Modell, das Ihnen eher zusagt. Hochwertige Modelle beider Varianten sind mit reflektierenden Streifen oder reflektierenden Elementen ausgestattet. Das erhöht die Sicherheit für Jogging im Dunkeln.
  • Laufjacke: Kälte, Regen und Wind im Sommer sind kein Grund, das Lauftraining ausfallen zu lassen. In diesen Fällen bewährt sich eine dünne wind- und regenfeste Laufjacke. Durch unterschiedliche Membranen erlauben diese Jacken, dass Schweiß zwar nach außen abtransportiert werden kann, aber weder Wind noch Regen nach innen vordringen. Sie werden also weder nass, noch kühlen Sie aus. Die dünnen Jacken spenden selbst keine Wärme. An kühlen Sommertagen können Sie die Laufjacke mit einem langarmigen Shirt kombinieren.
  • Lauf-BH: Ein guter Lauf-BH ist für Läuferinnen Pflicht. Der Lauf-BH kann das Gewicht der Brust abfangen und das Laufen deutlich angenehmer machen. Der Sport-BH muss einen guten Halt bieten und dementsprechend gut und eng sitzen. Allerdings sollte der BH auch nicht einschneiden oder drücken. Die Träger sollten verstellbar sein. Ein guter Sport-BH besteht aus atmungsaktiven Funktionsmaterialien.

Joggen im Winter: Welche Laufbekleidung eignet sich im Winter?

Im Winter sinkt bei vielen Läufern und Läuferinnen die Motivation: Es ist kalt, nass und in der falschen Laufbekleidung fröstelt man schnell. Möchten Sie das gesamte Jahr über joggen, müssen Sie sich mit der richtigen Laufbekleidung für den Winter ausstatten.

Diese Laufbekleidung muss Wärme spenden aber gleichzeitig atmungsaktiv sein. In der falschen Laufbekleidung wird Schweiß nicht ausreichend abtransportiert. Die Folge ist, dass Ihnen schnell durch die Nässe am Körper zu kalt wird.

In den ersten Minuten ist ein wenig Kälte noch erlaubt. Der Körper wärmt sich durch das Joggen auf. Fühlen Sie sich in den ersten Minuten bereits wohlig warm, erleichtert das zwar den Gang ins Freie, aber Sie werden schnell überhitzen. Eine Laufbekleidung aus mehreren Schichten ist empfehlenswert. Dann können Sie die äußere Schicht ausziehen, wenn Ihnen doch zu warm wird.

Im Winter sollte der Aufbau der Laufbekleidung so aussehen:

  • Eine feuchtigkeitsregulierende erste Schicht: Die innere Schicht der Laufbekleidung im Winter hat vor allem eine Aufgabe: Feuchtigkeit schnell nach außen zu transportieren. Dadurch fühlt sich Ihre Haut nicht feucht an und Sie unterkühlen nicht so schnell. Die erste Schicht besteht neben der Funktionsunterhose und dem Sport-BH aus einem eng anliegendem Laufshirt und einer Lauftight. Die Laufsocken müssen ebenfalls dicker sein und Wärme spenden.
  • Eine wärmespendende Mittelschicht: Die zweite Schicht spendet Wärme. Diese besteht beispielsweise aus einem Langarm-Funktionsshirt mit Kragen oder einer leicht gefütterten Weste mit Reißverschluss.
  • Eine wetterfeste Außenschicht: Die äußere Schicht schützt vor den Wettereinflüssen. Kälte, Regen, Wind und Schnee können Softshelljacken, Windjacken und Isolationsjacken nichts anhaben.
  • Eine wärmende aber atmungsaktive Laufhose: Die Laufhose für den Winter hat eine Sonderstellung. Nur wenige Sportler ziehen über die Laufhose noch weitere Kleidungsschichten. Deswegen muss die Laufhose alles können – sie muss atmungsaktiv sein, wärmen und vor Wettereinflüssen schützen. Thermotights können diese Lücke schließen: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, bieten sich diese an. Die engen Laufhosen können Schweiß schnell nach außen abtransportieren und spenden durch ihre Thermofunktion gleichzeitig Wärme.
  • Mütze oder Stirnband und Handschuhe: Bei Temperaturen unter zehn Grad sollten Sie eine Mütze oder ein Stirnband und Handschuhe zum Laufen anziehen. Über den Kopf geht viel Körperwärme verloren, wenn dieser nicht geschützt ist. Kalte Hände sind beim Laufen unangenehm. Der Vorteil ist, dass diese Wärmebekleidung nicht viel Platz wegnimmt und einfach in der Jackentasche verstaut werden kann.
  • Reflektionsstreifen und Stirnlampe: Laufbekleidung ist oft mit reflektierenden Elementen ausgestattet. Doch an dunklen Wintertagen könnte das nicht ausreichen. Im Sportgeschäft sind neben Reflektionsstreifen mit Klettverschluss auch Stirnlampen für Läufer und Läuferinnen erhältlich.
  • Laufschuhe für den Winter: Dünne Laufschuhe könnten nicht für widrige Bedingungen im Winter geeignet sein. Laufschuhe für den Winter müssen neben einer ausreichenden Isolierung gegen Kälte auch über eine griffige Sohle verfügen – das senkt die Rutschgefahr bei Eis und Schnee.

Joggen bei Regen: Welche Laufbekleidung eignet sich bei Regen?

Sie wissen ja: Es gibt kein schlechtes Wetter. Regen ist kein Grund, der gegen Joggen spricht. Nicht einmal bei ungemütlichen Temperaturen. Beim Laufen im Regen gehen Sie ähnlich wie beim Laufen im Winter vor: mit drei Schichten gegen ungemütliche Temperaturen und Wettereinflüsse.

Bei niedrigen Temperaturen benötigen Sie eine wärmende Mittelschicht. Am wichtigsten ist jedoch die Außenschicht: Diese muss auf die nassen Wetterverhältnisse angepasst sein und vor Regen schützen. Eine wasserfeste Wind- und Regenjacke ist ein Muss – am besten mit integrierter Kapuze.

Als Schutz vor Nässe und Kälte an den Beinen kommt eine Tight zum Einsatz. Mit einer äußeren Softshell-Schicht sind Läufer und Läuferinnen an den Beinen gegen kalten Regen gewappnet. Ein zusätzliches Paar Laufschuhe mit Regenschutz bewährt sich für ambitionierte Läufer. Die meisten Running-Schuhe sind mit Mesh-Material ausgestattet, dass eine hohe Atmungsaktivität unterstützt, aber Feuchtigkeit direkt in den Schuh fließen lässt.

Wasserabweisende Alternativen gibt es: Diese sind mit einer Gore-Tex-Membran ausgestattet. Achten Sie beim Kauf auf das Kürzel G-TX oder GTX. Diese Membran lässt Wasser nicht eindringen, ist aber dennoch atmungsaktiv. Allerdings sind Gore-Tex-Laufschuhe etwas robuster und schwerer als wasserdurchlässige Running-Schuhe.

Sollte man beim Joggen Wasser mitnehmen?

Für kurze Trainingseinheiten unter einer Stunde ist es ausreichend, wenn Sie vor und nach dem Training Wasser trinken. Für lange Dauerläufe, bei Wettkämpfen und an heißen Sommertagen ist die Wasserflasche für Jogger jedoch ein Muss. Durst beim Training mindert die Leistungsfähigkeit.

Sowohl die Muskeln als auch die Ausdauer sinken durch die Dehydrierung beim Joggen. Trinken Sie zu wenig und trainieren Sie gleichzeitig zu intensiv, wird sich das nach dem Training mit Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen, Muskelkrämpfen und Müdigkeit äußern. Ist die Dehydrierung zu stark, kann sich diese sogar mit Übelkeit und Bewusstseinsstörungen äußern.

Trinken Sie also lieber rechtzeitig und bevor ein starkes Durstgefühl aufkommt. Leitungswasser oder Mineralwasser ist für normale Trainingsläufe ausreichend. Erst bei der Marathonvorbereitung mit langen Läufen über drei Stunden empfehlen sich Sportgetränke oder Energy Gels.

Wasser können Sie bequem an einem Laufgürtel mitführen. In diesen flachen Gürteln für Läufer finden ein bis vier kleine Trinkflaschen platz. Gleichzeitig bietet der Laufgürtel Platz für Kleinigkeiten wie Schlüssel, Handy und Kopfhörer. Joggen Sie regelmäßig länger als eine Stunde, lohnt sich die Investition.

Wie kann man am besten seine Laufroute tracken?

In den vergangenen Jahren hat sich der Markt für Pulsuhren und Fitnesstracker stetig weiterentwickelt. Die meisten gängigsten Modelle verfügen mittlerweile über eine GPS-Funktion, einen integrierten Pulsmesser und einen digitalen Laufcoach. Selbst mit dem Smartphone ist es möglich, die Laufroute aufzuzeichnen.

Pulsuhren beziehungsweise Fitnesstracker für Läufer eignen sich für alle fitnessbewussten Menschen, die regelmäßig laufen. Beliebt sind Laufuhren von Garmin, Polar und Suunto. Sie verfügen nicht nur über eine GPS-Funktion, mit der es möglich ist, die Laufroute zu tracken, es können auch Fitnessprofile erstellt werden, Pulszonen bestimmt werden und Fortschritte aufgezeichnet werden. Viele Smartuhren verfügen über ähnliche Fitnessfunktionen.

Pulsuhren übertragen die Daten per Bluetooth an eine App, wo die Route und weitere Daten anschaulich dargestellt werden. Außerdem ist es bei vielen Modellen möglich weitere Sportarten aufzuzeichnen, die Schlafqualität zu analysieren und Musik auf der Uhr zu speichern.

Was braucht man beim Joggen noch?

Joggen ist ein vergleichsweise günstiger Sport. Wer möchte, kann mit günstigen Einsteigerschuhen wie den Asics Gel-Cumulus oder Brooks Ghost und normaler Sportbekleidung beginnen. Nach oben hin gibt es natürlich keine Grenzen. Der Markt bietet teure Laufschuhe, aufwendige Fitnessuhren und weiteres Equipment.

Insbesondere für Frauen könnten leider weitere Gadgets nötig sein: Taschenalarme, Trillerpfeife und Sicherheitsarmbänder wie die von Safe by Gaia und Alarmbands müssen Sie hoffentlich nie einsetzen. Sie könnten jedoch das Sicherheitsgefühl von Läuferinnen stärken und im Notfall vor Belästigungen durch ein lautes Alarmgeräusch schützen.

Für die Marathonvorbereitung oder wenn Sie ambitionierter Trailläufer sind, eignen sich Rucksäcke mit Trinksystem und aufwendige Pulsuhren mit Höhenmesser. Auf aufwendige Fitnessuhren können Sie vorgeplante Routen übertragen und diese unterwegs dann als Navigationsgerät nutzen.

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