1. Leben
  2. Gesundheit
  3. Ernährung und Diät

Studie: Weniger Salzkonsum kann viele Menschenleben retten

Studie : Weniger Salzkonsum kann viele Menschenleben retten

Aus der Gebetsmühle, die zum Zwecke unserer Gesundheit unermüdlich predigend rattert, rieselt seit geraumer Zeit immer weniger Salz. In zu großen Mengen ist es schädlich, sagen Kardiologen und Nierenärzte; das im Salz enthaltene Natriumchlorid treibt den Blutdruck hoch und produziert in der Folge Herz- und Kreislaufkrankheiten.

Das hat jetzt das "New England Journal of Medicine" (NEJM) in einer riesigen Metaanalyse noch einmal unterstrichen. Dort kommen Forscher um Dariush Mozaffarian zu dem Ergebnis, dass sich 1,65 Millionen Todesfälle durch Infarkt und Schlaganfall weltweit jährlich vermeiden ließen, wenn die von der WHO empfohlene Höchstgrenze von fünf Gramm Salz täglich respektiert würde.

Von einer Salzreduktion profitieren offenbar besonders Menschen, die bereits unter Bluthochdruck leiden. So zeigte eine Analyse von 20 Studien mit Bluthochdruck-Patienten und 11 Studien mit Risikopatienten, dass mäßige Reduzierung der Salzzufuhr (um 1,8 Gramm Natrium pro Tag) den systolischen und diastolischen Blutdruck der hypertonen Patienten um 5,1 bzw. 2,7 mm/Hg senkt; bei den nicht-hypertonen waren es 2,0/1,0 mm/Hg.

Zwar gibt es Stimmen, die eine zu starke Drosselung des täglichen Salzkonsums kritisch sehen, weil das zu Gegenregulationseffekten führen könne. Andererseits bestätigen die Werte der NEJM-Studie, dass zu hoher Salzkonsum mit einem erhöhten Bluthochdruck-Risiko korreliert.

Und der vorbeugende Aspekt ist nicht zu unterschätzen, wenn etwa ältere Menschen rechtzeitig auch an die therapeutischen Aspekte vernünftiger Salzmengen denken. Es ist erwiesen, dass der Blutdruck bestimmter Bevölkerungsgruppen besser auf Veränderungen der Natriumzufuhr anspricht. Dazu gehören Patienten, die bereits an Bluthochdruck leiden, ältere und dunkelhäutige Menschen.

(RP)