Pflanzliche Rezeptideen Mit diesen Tipps gelingt das vegane Schlemmermenü zum Weihnachtsfest

Düsseldorf · Ein deftig-herzhaftes Festtagsmenü gehört für viele Menschen fest zum Weihnachtsfest dazu. Das geht auch vegan, denn es gibt viele leckere Alternativen zu Rinderbraten und Ente. Hier finden Sie pflanzliche Menü-Ideen, mit denen Sie Eindruck schinden.

Vegan backen: So können Sie Eier, Milch, Honig und Gelatine ersetzen
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So ersetzen Sie Eier, Milch, Honig und Gelatine

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Foto: Los Muertos Crew / Pexels

Weihnachten gilt als das „Fest der Liebe“. Für rund zwölf Prozent der Deutschen schließt das auch Tiere mit ein, denn sie ernähren sich vegetarisch oder vegan. Der Verzicht auf Fleisch, Fisch und tierische Produkte wie Milch ist nach wie vor im Trend und findet immer mehr Anhänger. Besonders bei jungen Menschen ist pflanzliche Ernährung beliebt. Anhänger der gutbürgerlichen Küche hingegen verdrehen die Augen, wenn Tofu, Seitan oder Tempeh auf den Tisch kommen. Besonders zu Weihnachten sind viele Gastgeber überfordert und wissen nicht, was sie ihren veganen oder vegetarischen Gästen servieren sollen. Doch diese Sorge ist völlig unbegründet.

Denn die vegane Küche hat das „Müsli-Image“, das sie noch vor 20 Jahren inne hatte, mittlerweile abgeschüttelt. Heutzutage sind pflanzliche Produkte nicht nur lecker, sondern auch vielseitig und bezahlbar. Beste Voraussetzungen also, um daraus ein feierliches Weihnachtsmenü zu zaubern. Damit Sie kurz vor den Feiertagen nicht planlos von Supermarkt zu Supermarkt hetzen müssen, haben wir einige unkomplizierte Rezeptideen für ein pflanzliches Festtagsessen zusammengestellt.

Vegane und vegetarische Restaurants und Cafés rund um Düsseldorf
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Vegane und vegetarische Restaurants und Cafés rund um Düsseldorf

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Foto: Landhaus Beckmann/Christian Nielinger

Vegane Rouladen

Rouladen sind ein beliebtes Weihnachtsessen und und lassen sich ganz unterschiedlich füllen und zubereiten. Hier kommen sie mit Senf, Gewürzgurken und frischen Pilzen auf den Tisch.

Zutaten (für 6 Rouladen)

  • 6 Soja Big Steaks
  • 4 EL Senf
  • 8 große Gewürzgurken
  • 2 große Zwiebeln
  • 150 g Champignons
  • Öl zum Braten
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Soße:

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Sojasauce
  • 50 ml Gurkenwasser aus dem Glas
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 200 ml veganer Rotwein
  • 4 EL Mehl
  • 4 EL Tomatenmark
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 Nelken

Statt Champignons können Sie auch andere Pilze verwenden. Wer weihnachtliche Aromen mag, schmeckt die Soße mit Kardamom und einem Hauch Muskatnuss ab.

Zubereitung

  1. Zunächst die Big Steaks in heißer Gemüsebrühe ca. 15 Min. abgedeckt einweichen lassen. Anschließend kräftigt ausdrücken und von beiden Seiten salzen und pfeffern. Nehmen Sie ca. 1 EL Senf pro Steak und reiben das Sojastück damit von beiden Seiten ein.
  2. Die Big Steaks in heißer Gemüsebrühe für ca. 15 Minuten einweichen lassen. Anschließend gründlich ausdrücken und mit Salz und Pfeffer würzen. Jedes Steak mit 1 EL Senf einreiben. Achten Sie darauf, dass der Senf auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt wird.
  3. Für die Füllung zwei Zwiebeln und die Champignons schälen und in Würfel schneiden. Beides mit etwas Öl für etwa 5 Minuten anbraten. Salz und Pfeffer hinzugeben, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Masse sollte so weit heruntergekühlt sein, dass sie mit den Händen geformt werden kann.
  4. Gewürzgurken halbieren und in jede Roulade zwei Hälften füllen. Die Pilz-Zwiebel-Mischung dazugeben. Am Ende schließen Sie die Roulade mit Zahnstochern oder einem Bindfaden und braten sie von allen Seiten mit etwas Öl scharf an.
  5. Für die Soße eine Zwiebel und Knoblauch hacken und anbraten. Mit Mehl bestäuben und Tomatenmark hinzugeben, bis das Tomatenmark dunkel geworden ist. Dann mit Gemüsebrühe ablöschen und mit Rotwein und dem Wasser der Gewürzgurken vermischen.
  6. Zuletzt würzen Sie die Soße mit Sojasoße, Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt und weiteren Gewürzen nach Wahl. 10 Minuten bei niedriger Hitze kochen lassen. Falls die Soße zu dünn ist, mit etwas Mehl oder Soßenbinder andicken.

Zu den veganen Rouladen passen Serviettenknödel, Kartoffelklöße oder Spätzle. Wer viele hungrige Gäste bewirten muss, kann auch ein Kartoffelgratin als Beilage anbieten.

Wer es ausgefallen mag, kann die Semmelknödel mit Spinat, Tomaten oder Safran bunt einfärben.

Wer es ausgefallen mag, kann die Semmelknödel mit Spinat, Tomaten oder Safran bunt einfärben.

Foto: Pixabay / Hans

Klassische Semmelknödel

Vegane Semmelknödel passen nicht nur wunderbar zum Weihnachtsmenü, sondern auch zu allen anderen Fleisch- und Pilzgerichten. Außerdem sind sie eine clevere und nachhaltige Möglichkeit, altes Brot oder Brötchen zu verwerten. Wenn Sie keine haben, können Sie stattdessen Toastbrot verwenden und weniger Flüssigkeit hinzugeben.

Zutaten

  • 10 trockene Brötchen
  • 300 ml Sojamilch (ungesüßt)
  • 2 TL Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Petersilie
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Muskatnuss

Tipp: Sojamilch enthält natürliche Bindemittel. Möchten Sie stattdessen eine andere Milchalternative verwenden, geben Sie der Masse zusätzlich noch Ei-Ersatz hinzu. Dazu vermengen Sie 1 TL Ei-Ersatz (zB. von dm) mit 50 ml Wasser und geben das Gemisch zum Knödelteig hinzu.

Zubereitung

  1. Die Brötchen in kleine Stücke schneiden und mit der (aufgewärmten) Sojamilch vermengen. Beiseite stellen und quellen lassen. Die Zwiebel in Würfel schneiden und mit etwas Öl in einer Pfanne anbraten, bis sie glasig sind. Die Petersilie hinzugeben und kurz anbraten.
  2. Die angebratenen Zwiebelwürfel zum Semmelteig geben und mit Salz und Muskatnuss würzen. Alles zu einer gleichmäßigen Masse verkneten und daraus Knödel formen. Dabei bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie acht große oder zehn bis zwölf kleine Knödel kneten.
  3. In einem großen Topf Salzwasser zum Köcheln bringen. Die Hitze reduzieren, dann die Knödel vorsichtig ins Wasser geben. Achten Sie darauf, dass das Wasser nicht mehr kocht, sonst können die Knödel zerfallen. 15 bis 20 Minuten kochen lassen, bis die Knödel an die Oberfläche steigen. Mit einer Kelle herausnehmen und abtropfen lassen.

Rotkraut mit Johannisbeeren

Rotkohl ist eine beliebte Beilage zum Weihnachtsbraten. Mit Johannisbeergelee wird es besonders fruchtig und lecker. Ein Hauch Nelken verleiht dem Gemüse den richtigen Pfiff.

Zutaten

  • 500 g Rotkohl
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Apfel
  • 3 EL Weißweinessig
  • 2 EL Zucker
  • 100 g Johannisbeergelee
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2 Nelken
  • Salz
  • Pfeffer

Wer kein frisches Rotkraut verwenden möchte, kann auch auf Rotkraut aus dem Glas zurückgreifen. Achten Sie darauf, dass dieses ungewürzt ist und nicht zu viel Flüssigkeit enthält.

Mit seinem süßen, winterlichen Aroma gehört der Rotkohl für viele Menschen fest zum Weihnachtsessen dazu.

Mit seinem süßen, winterlichen Aroma gehört der Rotkohl für viele Menschen fest zum Weihnachtsessen dazu.

Foto: dpa-tmn/Florian Schuh

Zubereitung

  1. Den Strunk vom Rotkohl entfernen, die äußeren Blätter falls nötig entfernen und den Rotkohl in feine Streifen schneiden. Je feiner die Rotkohlstreifen geschnitten sind, desto schneller sind sie später gar. Zwiebeln schälen und fein würfeln. Apfel waschen, entkernen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
  2. Den Rosenkohl waschen und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebeln schälen und würfeln, den Apfel waschen, entkernen und in Würfel schneiden.
  3. Pflanzenöl bei mittlerer Hitze in einem Topf erwärmen und die Zwiebelwürfel anbraten, bis sie glasig sind. Dann den Rotkohl hinzugeben und noch mal 5 Minuten rösten.
  4. Johannisbeergelee, Weißweinessig, Zucker, Lorbeerblatt und Nelken zu der Mischung geben und zusammen mindestens 30 Minuten auf niedriger Flamme köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.
  5. Nun auch die Apfelwürfel hinzugeben und nochmals 30 bis 60 Minuten köcheln lassen. Der Rotkohl sollte weich sein, aber noch einen leichten Biss haben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Denken Sie daran, Nelken und Lorbeerblatt vor dem Servieren wieder zu entfernen. Alternativ können Sie die Gewürze auch in einen Filterbeutel geben, den es beispielsweise in Teegeschäften gibt.

Blitzschnelle Baumstriezel

Auch mit wenig Zutaten lassen sich Desserts zaubern, mit denen Sie Ihre Gäste ins Staunen versetzen werden. Wäre wäre es zum Beispiel mit knusprigen Baumstriezeln? Die süße Leckerei stammt ursprünglich aus Siebenbürgen und wird häufig auf Weihnachtsmärkten angeboten.

Damit es an den Feiertagen besonders schnell geht, setzen wir für das Rezept auf eine vegane Backmischung. Wir haben dafür Pancake-Mix und Haferdrink von Greenforce verwendet. Beides kommt ohne Süßungsmittel, Konservierungsstoffe und Soja aus und ist in vielen Supermärkten erhältlich. Es schadet also nicht, die haltbaren Produkte für den spontanen Süßhunger in der Vorratskammer zu haben.

 Baumstriezel sehen eindrucksvoll aus, lassen sich aber auch zuhause ganz einfach zubereiten.

Baumstriezel sehen eindrucksvoll aus, lassen sich aber auch zuhause ganz einfach zubereiten.

Foto: Wikipedia Commons / OrionNimrod

Zutaten

  • 1 Packung Vegane Pancakes
  • 200 ml Hafer Drink Natur
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 150 g Mehl
  • Vegane Butter
  • Zimt und Zucker

Außerdem benötigen Sie Alufolie und ein sauberes Nudelholz.

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann die Pancake-Mischung mit dem Haferdrink zubereiten und die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen. Beides vermengen und eine Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.
  2. Das Nudelholz mit Alufolie einwickeln und mit veganer Butter bestreichen. Mit den Griffen auf eine Backform legen. Achten Sie darauf, dass das Nudelholz in der Luft hängt und nicht aufliegt. Den Teig dünn ausrollen und in n ca. 1 cm breiten Streifen um das Nudelholz wickeln.
  3. Nach und nach mehrere Streifen aufeinanderlegen und gut andrücken. Wenn Sie in der Mitte genug Platz lassen, passen gleich zwei Baumstriezel auf das Nudelholz. Die Teigstreifen mit Butter bestreichen. Zimt und Zucker darüber geben.
  4. Geben Sie das Nudelholz in den Backofen und backen Sie die Striezel 15 Minuten bei 180 Grad. Alle fünf Minuten muss das Nudelholz gedreht werden, damit der Teig gleichmäßig bräunt. Nach 15 Minuten können die Striezel vom Nudelholz gelöst und serviert werden.

Tipp: Wer kein Zimt mag, kann die Baumstriezel vor dem Backen mit Walnüssen oder Mandeln bestreuen. Auch Mohn oder Kokos sind beliebte Zutaten.

(cwi)
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