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Zum Braten und im Salat Die ganze Wahrheit über gutes Olivenöl

Düsseldorf · Olivenöl ist ein fester Bestandteil in deutschen Küchen. Marken und Sorten gibt es deshalb zahlreich. Woran ein gutes Öl zu erkennen ist, wie man es am besten lagert und wie viel Oliven eigentlich in einer Flasche stecken, erfahren Sie hier.

Das große Olivenöl-Lexikon
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Foto: DAK

Rund einen Liter Olivenöl verbraucht ein Deutscher pro Jahr. Das flüssige Gold ist besonders wegen seines aromatischen Geschmacks und der gesunden Eigenschaften beliebt. Bei dem großen Angebot eine gute Flasche Olivenöl zu finden, ist allerdings gar nicht so leicht. Der Leiter der Informationsgemeinschaft Olivenöl in München, Peter Oberg, erklärt worauf es ankommt.

Güteklasse In den Regalen der deutschen Supermärkte gibt es inzwischen eine Vielzahl von Olivenöletiketten und Preisen. "Das Erste worauf der Verbraucher achten sollte, ist deshalb die Güteklasse", sagt Oberg. "Steht auf der Flasche nur "Olivenöl" oder "olio olivo", handelt es sich dabei um ein Gemisch aus raffiniertem Olivenöl mit Nativem." Nur hinter der Güteklasse "nativ extra" verbirgt sich auch der Saft, der direkt aus der Olive und mit mechanischen Verfahren gewonnen wurde.

Finger weg Auf keinen Fall kaufen sollte man das so genannte Lampantöl. Es riecht zumeist nicht gut und überzeugt auch geschmacklich nur wenig. Es wird aus teilweise verdorbenen und vom Olivenölbaum bereits abgefallenen Oliven hergestellt. Lampantöle dürfen überhaupt erst nach einer chemischen Nachbereitung und Beimischung von nativen Olivenöle, als Olivenöl Verkauft werden.

Anspruch Wie gut das Öl letzten Endes ist, hängt allerdings vom persönlichen geschmacklichen Anspruch des Verbrauchers ab. "Immerhin lässt sich sagen, dass die Öle in den deutschen Supermarktregalen inzwischen alle ordentlich sind", so Oberg. "Das bedeutet sie sind geschmacklich ok, stechen gegenüber teuren Ölen aber auch nicht hervor."

Geschmack "Nun ist es nicht unbedingt notwendig für jedes Gericht ein extrem hochwertiges Öl zu nehmen", sagt der Experte. Gerade zum braten, eignen sich auch Öle aus den niedrigeren Preissegmenten, da der Geschmack dann nicht so deutlich ist. "Soll mit dem Öl jedoch auch gewürzt werden, lohnt es sich ein besseres Öl zu kaufen."

Herkunft Für ein geschmacksintensiveres Öl sollte der Blick zum Herkunftsort gehen. "Der muss inzwischen auf dem Etikett angegeben sein. Bessere Öle kommen aus Griechenland, Spanien oder auch Italien", so Oberg. Der Preis für ein solches Öl bewegt sich zwischen sechs und zehn Euro für einen drei viertel Liter.

Sorten Noch feiner wird der Geschmack, wenn auch die Olivensorte dabei Berücksichtigung findet. Oberg gibt ein Beispiel, "dann ist auf dem Schild eines griechischen Olivenöls etwa 100 Prozent sortenreines koroneiki-Olivenöl zu lesen. Das ist der Name einer Olivensorte." Für ein solches Öl, muss der Verbraucher allerdings schon tiefer in die Tasche greifen. Ein halber Liter kostet zwischen 10 und 15 Euro.

Ausprobieren "Letztlich führt am Ausprobieren aber kein Weg vorbei", sagt der Leiter der Informationsgemeinschaft Olivenöl. "Gutes Öl sollte ansprechend riechen. Sehr hochwertiges Öl riecht sogar grünlich nach Gras, Äpfeln oder Gemüsegarten." Allerdings sagt der intensive fruchtige Geschmack eines guten Öls nicht jedem zu. Es kommt also letztlich auf den individuellen Geschmack an.

Aufbewahrung und Nutzung Damit Olivenöl sein Aroma behält, sollte es dunkel gelagert werden. Am besten sogar in einer dunklen Flasche. Zudem darf das Öl nicht offen stehen. Die Temperatur in der Küche macht ihm nicht so viel aus. Allerdings empfiehlt es sich, gute Öle etwa vor Beginn eines langen Urlaubs in den Kühlschrank zu stellen. Es werde dann, laut Oberg, etwas flockig, das lege sich jedoch bei Zimmertemperatur wieder.

Für die Nutzung gibt es vor allem einen Ratschlag: Um die gesunden Inhaltsstoffe des Öls zu bewahren, sollte beim Braten nicht zu viel Hitze angewendet, sondern lieber etwas länger gegart werden. "Grundsätzlich empfehle ich aber, zwei Öle zu kaufen. Ein kostengünstigeres zum braten, und ein hochwertiges Olivenöl zur kalten Nutzung, dass dann auch sparsamer angewendet werden kann."

Welche Vitamine sich in Olivenöl verstecken, wie viele Oliven eigentlich in einem Liter Öl landen und andere Antworten zum Thema, finden Sie in unserer Infostrecke.

(ham)
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