Erziehung Das läuft schief, wenn Kinder nicht essen wollen

Düsseldorf · Liefern kleine Kinder Boykottszenen am Essenstisch, macht sich bei den Eltern oft Hilflosigkeit breit. Warum die Kleinen nicht essen wollen und wie Eltern richtig reagieren, damit daraus kein Essproblem entsteht.

Die häufigsten Fragen zu Essstörungen
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Die häufigsten Fragen zu Essstörungen

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  1. Es gibt feste, möglichst gemeinsame Mahlzeiten. Nur geplante Zwischenmahlzeiten sind erlaubt. Wer seinem Kind ständig Snacks anbietet, sorgt dafür, dass es niemals wirklich hungrig ist. Der Effekt: Es verzichtet auf die Hauptmahlzeiten.
  2. Es gibt nichts außer Wasser oder ungesüßtem Tee zwischen den Mahlzeiten.
  3. Mahlzeiten dauern nicht länger als 30 Minuten.
  4. Das Essen wird nach fünf bis zehn Minuten weggeräumt, wenn das Kind beginnt, mit dem Essen zu spielen.
  5. Das Essen wird beendet, wenn das Kind wütend mit dem Essen umherwirft.
  6. Während der Mahlzeit herrscht eine neutrale Atmosphäre. Gätjen und Freitag raten dazu, nicht ausgerechnet am Essenstisch schwierige Themen zu diskutieren.
  7. Essen sollte außerdem nicht unter Zwang stattfinden.
  8. Beim Essen wird nicht gespielt. Das heißt: Spielzeug auf dem Tisch ist tabu. Zu leicht ist der Fokus des Kindes auf den Spielsachen und weg vom Essen.
  9. Ernährungsberaterin Gätjen rät zudem davon ab, Kleinkinder mit flugzeug- oder fahrzeugverziertem Besteck zu füttern und Nahrung spielerisch in den Mund fliegen zu lassen.
  10. Essen sollte nie als Belohnung oder Geschenk gegeben werden.
  11. Eltern sollten nur kleine Portionen anbieten und nicht den Teller gut gemeint so voll häufen, dass die Menge nie zu schaffen ist und immer ein Rest übrig bleibt.
  12. Feste Nahrung zuerst, Trinken später.
  13. Das Kind sollte zu selbstständigem Essen ermutigt werden
  14. Der Mund wird erst nach Beendigung der Mahlzeiten abgewischt. Abgeräumt wird erst, wenn das Essen beendet ist.
(wat)
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