Fleisch, vegetarisch oder vegan? Studie untersucht Essgewohnheiten der Deutschen

Düsseldorf · Was essen die Deutschen am liebsten? Wie werden in der Bundesrepublik Lebensmittel eingekauft und was kommt bei „Gen Z“ auf den Teller. Eine von „Chefkoch“ in Auftrag gegebene Studie gibt Antworten auf diese Fragen.

 Was kommt bei den Deutschen auf den Teller? Die „Foodstudie 2023“ liefert Antworten.

Was kommt bei den Deutschen auf den Teller? Die „Foodstudie 2023“ liefert Antworten.

Foto: dpa/Sina Schuldt

„Zeig mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist.“ So oder so ähnlich könnte das Motto der kürzlich veröffentlichten „Foodstudie 2023“ der Food-Plattform „Chefkoch“ lauten. Das zu „Gruner + Jahr“ und somit zu „RTL Group“ gehörende Onlineportal hatte beim Marktforschungsinstitut „Innofact“ eine Studie in Auftrag gegeben, die das Einkaufs-, Koch- und Essverhalten der Deutschen untersuchen sollte. Die Ergebnisse hat „Chefkoch“ jetzt veröffentlicht. Was ist das Lieblingsessen der Deutschen? Was isst Gen Z und wie sehr wird in der Bundesrepublik auf die Preise geachtet?

Das Lieblingsessen der Deutschen ist tatsächlich kein einheimisches Gericht, sondern stammt aus dem Urlaubsland Italien. Es handelt sich, wenig überraschend, um Pasta. Insgesamt 76 Prozent der Befragten gaben an, dass Nudelgerichte mindestens einmal in der Woche auf dem Esstisch landen. Auf Platz zwei folgen mit 74 Prozent Fleischgerichte, Salate landen mit 70 Prozent auf Rang drei. Beim Einkaufen der Zutaten achten die Deutschen außerdem vermehrt auf den Preis. Grund dafür ist unter anderem die steigende Inflation. Ganze 82 Prozent der Befragten gaben an, verstärkt auf Sonderangebote zu achten, 73 Prozent gingen häufiger zum Discounter. Auch aus diesem Grund ist nur noch für 48 Prozent der Studienteilnehmer die Produktqualität wichtiger als der Preis. Im Jahr 2021 waren es noch 58 Prozent.

Fleisch? Vegetarisch? Vegan?

Nach wie vor gehört für 58 Prozent der Befragten Fleisch „zu einer richtigen Mahlzeit dazu“. Rein vegetarisch ernähren sich nur 8 Prozent und ausschließlich vegan nur 3 Prozent der Studienteilnehmer. Gründe für fleisch- oder tierproduktlose Ernährung sind das Tierwohl (54 Prozent), Nachhaltigkeit (52 Prozent) und die eigene Gesundheit (38 Prozent). Der Trend zum Flexitarismus nimmt jedoch zu. Jeder Dritte gab an, bewusst mehr vegetarisch zu essen, jeder Fünfte versucht es sogar regelmäßig vegan. Die „Generation Z“ ist in dieser Ernährungsfrage zwiegespalten. 14 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren gaben an, sich ausschließlich vegetarisch zu ernähren, sieben Prozent seien vollständig vegan. In der gleichen Altersklasse geben jedoch 68 Prozent an, dass „Fleisch zu einer richtigen Mahlzeit dazugehöre“.

Methodik der „Foodstudie 2023“

Bei der zweistufigen, repräsentativen Studie wurden 1.221 Probanden, aus einer, mit Hinblick auf Alter, Geschlecht und Bildung, bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe befragt. Die erste Umfrage wurde vom 23. Oktober bis zum 5. November 2020 durchgeführt, die zweite Erhebung fand vom 27. April bis zum 3. Mai 2023 statt.

(glaw)
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