Erkältungswelle war schuld: Deutsche waren 2013 im Schnitt 14,7 Tage krank

Erkältungswelle war schuld : Deutsche waren 2013 im Schnitt 14,7 Tage krank

Arbeitnehmer in Deutschland haben sich 2013 so oft krankgemeldet wie seit 14 Jahren nicht mehr. Nach einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) trieb die starke Erkältungswelle den Krankenstand ihrer Versicherten wieder über die Vier-Prozent-Marke.

Das entspricht im Schnitt 14,7 Fehltagen. Zahlen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BauA) untermauern den Trend. Einer repräsentativen Umfrage unter 20.000 Erwerbstätigen zufolge stieg die Zahl der durchschnittlichen Krankentage von 2010 bis 2012 von 11,3 auf 14 Tage.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse waren 2013 im Schnitt 4,02 Prozent der Beschäftigten und Empfänger von Arbeitslosengeld I arbeitsunfähig. Das sei in der Kassenstatistik knapp ein halber Tag mehr als in 2012, teilte die größte gesetzliche Kasse am Dienstag in Hamburg mit. Allein die Fehlzeiten aufgrund von Erkältungskrankheiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 24,3 Prozent, hieß es.

Der Auswertung der Bundesanstalt zufolge stieg die Gesamtzahl der Fehltage 2012 von 460 Millionen auf 522 Millionen. Das habe die Wirtschaft geschätzte 53 Milliarden Euro (plus sieben Milliarden) gekostet, teilte die Bundesanstalt in Dortmund mit. Die Beschäftigtenzahl war gleichzeitig von 41,2 auf 41,6 Millionen gestiegen. Die Zahl der Arbeitsunfälle sei dennoch unter eine Million gesunken. Die Anzahl tödlicher Unfälle stieg leicht um 13 auf 677.

(lnw)
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