Bewegungsmangel bei Jugendlichen - Mädchen noch stärker betroffen

Mädchen noch stärker betroffen : WHO beklagt Bewegungsmangel bei Jugendlichen

Die meisten Jugendlichen bewegen sich laut Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation zu wenig. Träge und körperlich inaktive Mädchen und Jungen im Alter zwischen elf und 17 Jahren würden aber ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit gefährden, warnte die WHO am Freitag in Genf.

In der ersten WHO-Studie über globale Bewegungstrends bei Heranwachsenden heißt es, dass mehr als 80 Prozent der Jugendlichen nicht die empfohlene eine Stunde pro Tag mit körperlicher Aktivität verbringen. Bei den Mädchen seien 85 Prozent nicht aktiv genug, bei den Jungen seien es 78 Prozent.

Ausreichende Bewegung ab einem frühen Alter steigere hingegen die Fitness, den Aufbau der Knochen und sei gut gegen Übergewicht. Zudem helfe Bewegung, das soziale Leben zu bereichern und die kognitive Entwicklung voranzubringen, hielten die Autoren der Studie fest. Körperlich aktive Menschen könnten langfristig Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Demenz und einige Krebsformen vermeiden.

Die WHO empfiehlt mindestens 60 Minuten „moderate“ bis „energische“ physische Aktivität. Moderate Aktivität ist den Angaben nach etwa Fahrradfahren, energische Aktivität beispielsweise Fußball. Der Studie liegen Daten aus 146 Ländern im Zeitraum 2001 bis 2016 zugrunde.

(lukra/epd)