Blumengestecke selber machen

Do it yourself : DIY: Frühling auf der Fensterbank

Mit unseren Tipps für tolle Blumengestecke setzt ihr Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Co. perfekt in Szene.

<p>Mit unseren Tipps für tolle Blumengestecke setzt ihr Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Co. perfekt in Szene.

Von der Internationalen Pflanzenmesse in Essen haben wir ganz viel Inspiration für tolle Schnittblumen- und andere Frühlingsblüher-Dekorationen mitgebracht.

Alt trifft Jung: Zarte Farben und unterschiedliche Blütenformen, die einen schönen Kontrast zum Grün der Stängel und Zweige bilden, sowie das leuchtende Weiß der kleinen Steine bestimmen das Bild. Das Ganze wurde in Glasgefäßen arrangiert, die in einer flachen alten Schale stehen und dadurch optisch wie mit einem Rahmen zusammengehalten werden. Eier und Blumenzwiebeln mit frischen weißen Wurzeln verstärken den frühlingshaften Eindruck. Der Clou sind die hellen Steine, die das Grün noch betonen und gleichzeitig den Schnittblumen Halt geben. Wer keine passenden bauchigen Vasen hat, kann für ein solches Arrangement auch Hyazinthengläser nehmen. Foto: Anke Bührmann

Die Vorteile der Farbenvielfalt

Viele Schnittblumen und Pflanzen sind besonders wirkungsvoll, wenn die Farbe der Blüten und die Farbe der Gefäße aufeinander abgestimmt sind. Schön sind auch Arrangements von verschiedenen Pflanzenarten mit unterschiedlichen Blütenformen, jedoch gleichem Farbton. Dank der großen Sortenvielfalt bieten
Frühlingsblumen sehr viele Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten.

Vor allem die Zwiebelblumen überraschen mit einem großen Spektrum an Blütenfarben. Selbst bei Narzissen gibt es verschiedenen Farben – nicht nur unterschiedliche Gelbtöne, sondern zum Beispiel auch verschiedene weiße Nuancen. Ebenso bieten die Traubenhyazinthen mehr als „nur“ blaue Farbtöne, denn manche Traubenhyazinthen haben weiße Blüten, die einen erfrischenden Kontrast zu grünen Blättern bilden.

Papiertüten oder Stoffbeutel können als Übertopf dienen, wenn sich die Pflanzen oder Schnittblumen in einem wasserdichten Gefäß befinden. Das kann sogar aus einer alten Blechdose bestehen, denn es sieht keiner. Viele Taschen und Beutel lassen sich auch gut aufhängen — an der Decke, an einem Schrank, an einer Wand ... Wenn die Frühlingsblumen „in die Luft gehen“, wird nicht nur Platz gespart, sondern auch ein neuer Blick auf die Pflanzen möglich: Ihre Entwicklung von der kleinen Blütenknospe bis zur großen Blüte lässt sich dann — wie bei dieser Hyazinthe — gut aus nächster Nähe beobachten. Foto: Anke Bührmann

Den Duft nicht vergessen

Bei Frühlingsblühern steht die Wirkung der kräftigen Farben oft im Vordergrund. Doch auch der Duft kann eine große Rolle spielen. Es ist kein Geheimnis, dass Hyazinthen duften – manchmal sogar sehr intensiv. Doch auch andere Frühblüher sind Duftpflanzen, denn sogar einige Tulpen- und Narzissensorten verströmen einen zarten Duft.

Ein Kranz in frischem Grün, mit rosafarbenen und weißen Blüten, lässt sich auf verschiedene Weise herstellen. Als Basis kann ein Ring aus Wasser aufnehmendem Steckschaum dienen. Mit Blumendraht lässt sich auch aus Heu und Reisig, längeren Heidelbeerzweigen oder biegsamen Ranken, zum Beispiel von Clematis, ein Kranz formen. Für einen frühlingsfrischen Blumenkranz eignen sich unter anderem rosa blühender Schneestolz, Zier-Gänseblümchen (Bellis), Wachsblumen (Chamelaucium), gefüllt blühende Tulpen sowie frischgrüne rankende Zweige. Auffallende feine Federn, Eier und Blumenzwiebeln mit jungen weißen Wurzeln ergänzen den frühlingshaften Blütenkranz. Foto: Anke Bührmann

Recyceln – warum nicht? Vieles lässt sich als Gefäß für blühende Pflanzen oder Schnittblumen nutzen, selbst alte Gefäße, die nicht mehr genutzt werden, oder Papiertüten, in die ein Glas als Vase gestellt wird.

Frische und Leichtigkeit strahlt dieses Arrangement aus. Das mit weißer Farbe besprühte Astwerk wirkt wie von der Sonne gebleichtes Strandgut. Es umgibt wie ein schützender Zaun einen Strauß Frühlingsblüher. Die Ruhe und Zartheit, die die Blumen ausstrahlen, wird durch die sanften Farbtöne von Weiß bis Rose unterstrichen. Für einen solchen Strauß eignen sich unter anderem Tulpen, Schneeball mit zart weißgrünen Blüten, weiß blühende Traubenhyazinthen, rosa blühende Wachsblumen (Chamelaucium) und helle Schachbrettblumen mit ihren nickenden Blüten, die in einem wasserfesten Gefäß in Steckschaum arrangiert werden. Zum Kaschieren können kurze Zweige und Ranken von immergrünen Pflanzen verwendet werden. Foto: Anke Bührmann

Pflanzen verblühen schneller, wenn sie in sehr warmen Räumen stehen. Am besten für eine möglichst lange Blütezeit ist darum ein kühler, kaum oder gar nicht beheizter Raum wie zum Beispiel der Flur oder ein Platz möglichst weit von
der Heizung entfernt.

Frühlingsfrisch in Weiß und Grün: Mit etwas Glück lassen sich in Gärtnereien oder bei Floristen besondere Sorten finden. Narzissen haben nicht immer gelbe Blüten und manche duften sogar. Zwiebelblumen in Töpfen sind ideal für mobile Minigärten, zum Beispiel in einer alten Holzkiste. Mit Moos kann die Erde verdeckt werden. Für Farbe sorgen in diesem Fall die roten Töpfe und die rustikal anmutende, farblich passende Dekoration. Das Ganze hat durch die Kisten und die Seile den Charme des scheinbar Zufälligen. Foto: Anke Bührmann

Wer sich den Frühling in die Wohnung holen möchte, wartet am besten nicht zu lange. Anders als zum Beispiel Rosen, Nelken und Lilien sind viele Frühlingsblumen nur für kurze Zeit erhältlich.

Einfach schön: Reduziert auf wenige Farben und mit Blüten in gleichem Farbton, entsteht ein Arrangement aus Primeln und einer duftenden Hyazinthe, das Ruhe ausstrahlt. Langweilig ist es aber nicht, denn die Blüten haben unterschiedliche Formen und die Gefäße haben unterschiedliche Oberflächen. Dazu noch etwas Dekoration in passendem Farbton und fertig ist ein lebendes Stillleben, das schön aussieht und sogar duftet. Foto: Anke Bührmann

In unserer Bilderschau (oben) erfahrt ihr, wie ihr die Blumenarrangements nachstylt. Tipps für die perfekte Ostertafel findet ihr hier: Kein Kitsch! Frischer Pfiff für eure Ostertafel

Gelb gibt hier den Ton an: Im Handel sind die außergewöhnlichsten Gefäße erhältlich. Manches lässt sich mit Fantasie und Kleber auch selber gestalten, zum Beispiel aus einer Steckvase oder einem Plastikeinsatz für eine Bodenvase. Darauf können dann zum Beispiel Kordeln eng an eng geklebt werden. Dazwischen lässt sich unauffällig ein Draht oder ein dünnes Nylonband ziehen, so dass die Vase aufgehängt werden kann. Die Blätter der Primel scheinen beinahe eine grüne Manschette zu bilden, die schützend die leuchtend gelben Blüten umrahmt. Damit kein Wasser in das tiefe Gefäß läuft, kann man die Pflanze zum Gießen herausnehmen oder den Topf der Pflanze mit Alufolie umwickeln. Foto: Anke Bührmann
Gelb gilt zwar als die Farbe des Frühlings, doch Weiß in Kombination mit frischem Grün ist ebenfalls sehr wirkungsvoll. Auch die Farbe der Gefäße kann zur frühlingshaften Ausstrahlung beitragen. Die weiß blühenden Traubenhyazinthen, stehen dicht an dicht und wirken wie eine Miniaturlandschaft. Die Erde wurde mit Moos vorsichtig abgedeckt. Sollten die Gefäße nicht wasserdicht sein und in der Wohnung verwendet werden, ist es sinnvoll, sie zumindest im unteren Bereich mit Plastikfolie auszulegen, so dass Gießwasser im Gefäß bleibt. Foto: Anke Bührmann
Geballte Blütenkraft — wie kleine Sonnen wirken die Blüten der Ranunkeln und Freesien. Nicht mehr genutzte Gläser sind ideale Gefäße für dieses Blumenensemble, weil sie farblos sind und deshalb nicht von den Blüten ablenken. Die auf die Blütenfarbe abgestimmten breiten Bänder und Deko-Blüten sind das Tüpfelchen auf dem i. Foto: Anke Bührmann

Ihr habt die ersten Teile unseres Themenspezials "Hallo, Frühling!" verpasst? Dann schaut ein mal hier: Pastelltöne – hol dir den Frühling ins Haus! und Frühjahr! So putzt ihr eure Wohnung heraus

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