Köln: Wer schwarz arbeitet, riskiert Abmahnung

Köln : Wer schwarz arbeitet, riskiert Abmahnung

Eine vermeintlich lukrative Nebentätigkeit kann böse Folgen haben: Arbeiten Angestellte nebenbei schwarz auf eigene Rechnung, riskieren sie nicht nur ein Steuerstrafverfahren, sondern auch eine Abmahnung ihres Arbeitgebers. Ein Beispiel ist der angestellte Friseur, der nach Feierabend Kunden zu Hause die Haare schneidet, sagt Nathalie Oberthür, Fachanwältin für Arbeitsrecht in Köln. Das sei ein Verstoß gegen die Loyalitätspflicht des Arbeitnehmers, da er mit seiner Tätigkeit dem Arbeitgeber Konkurrenz macht. Um eine Abmahnung zu vermeiden, müssten Angestellte ihren Chef um Erlaubnis bitten.

Praktisch sei das jedoch so gut wie ausgeschlossen – das würde den Vorgesetzen schließlich zum Mitwisser der verbotenen Schwarzarbeit machen. Unter Umständen können Beschäftigte sogar fristlos gekündigt werden, wenn sie nebenher auf eigene Rechnung arbeiten. Das sei dann der Fall, wenn Mitarbeiter sich bei ihrem Arbeitgeber krankmelden und dann in dieser Zeit woanders arbeiten. Rund jeder achte Euro wurde im vergangenen Jahr durch Schwarzarbeit verdient.

(dpa)
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