1. Leben
  2. Beruf

Fiese Karrierefallen im Internet: Vorsicht, Chef liest mit!

Fiese Karrierefallen im Internet : Vorsicht, Chef liest mit!

Düsseldorf (RPO). Nach wenigen Tagen kennen alle Mitarbeiter die neue Praktikantin. Und die ist gar nicht glücklich darüber. Denn die Fotos, die Kollegen von ihr im Netz entdeckt haben, zeigen sie beim Wet-T-Shirt-Wettbewerb auf der Abi-Fahrt.

Das Internet beherrscht längst viele Bereiche unseres Alltags. Alles Mögliche suchen wir bei Google. Dabei vergessen wir gerne, dass andere ebenfalls Nachforschungen über uns anstellen können und lästern in Netzwerken hemmungslos ab. Oder wir stellen vermeintlich lustige Fotos in unsere Online-Profile.

Das unbedarfte Austoben im World Wide Web kann schnell nach hinten losgehen. Besonders, wenn man gerade auf Jobsuche ist. Denn für Personalverantwortliche wird das Netz als Quelle immer wichtiger. Ein Drittel aller Personaler sucht mittlerweile auch im Web nach Informationen über Kandidaten. Das hat eine Befragung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater ergeben.

In der Regel checken die Personalchefs das Internet, bevor sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch rausschicken. Und sie werden häufig fündig. Vier von zehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben bereits ein Profil in einem Online-Netzwerk. Fünf von sechs nutzen das Web mehrmals pro Woche, meistens täglich.

Fatal: Finden Personalchefs bei ihrer Netzsuche etwas, was den Kandidaten diskreditiert, werden sie ihn erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch einladen. Der Bewerber erfährt noch nicht einmal, warum er eine Absage erhalten hat.

Nicht nur Bewerber kann es treffen, auch wer einen Job hat, kann sich durch falsches Verhalten im Netz ins Abseits manövrieren. Besonders drastisch zeigt das ein Fall aus Brandenburg. Dort hatten sich vor kurzem Azubis des Wellness-Hotels Zur Bleiche im Studenten-Netzwerk StudieVZ über ihren Chef und die schlechten Arbeitsbedingungen ausgelassen. Sie sollen sogar, das berichtete das RBB-Nachrichtenmagazin "Brandenburg aktuell", zu Anschlägen gegen das Hotel aufgerufen haben. Der Hotelbesitzer stellte Strafanzeige und entlies die Lehrlinge fristlos.

Ein Profil im Internet muss allerdings nicht automatisch negativ sein. Um das eigene Internet-Image aufzupolieren, kann sich zum Beispiel die Mitgliedschaft in einem Business-Netzwerk wie Xing lohnen. Wer kluge Beiträge in Fachforen abgibt, wird mit diesen vielleicht bei Goolge gefunden und ältere, weniger schmeichelhafte Beiträge rutschen schneller in die Bedeutungslosigkeit.

Die wichtigsten Tipps, was Jobsuchende im Netz beachten sollten, lesen Sie hier.

Hier geht es zur Infostrecke: Tipps: Was Jobsuchende im Netz beachten sollten