Der Krise trotzen: Simple Tipps für mehr Jobzufriedenheit

Der Krise trotzen : Simple Tipps für mehr Jobzufriedenheit

München (RPO). Ob Überstunden oder Lohnverzicht: Die Wirtschaftskrise hat ihre Spuren hinterlassen. Doch nur nicht unterkriegen lassen. Marco von Münchhausen, Jobcoach und Buchautor, gibt die besten Tipps wie man wieder Freude an der Arbeit kriegen kann.

Von Münchhausen schlägt vor, dafür einzelne Faktoren wie Aufgaben, Bezahlung oder Jobsicherheit sowie das Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten zu bewerten. "Für viele ist es überraschend, wie viel positive Punkte auf einer solchen Liste zusammenkommen", berichtet der Berater. Damit einem einzelne Nachteile und Fehler nicht den Tag vermiesen, rät er, sich die Vorteile seines Jobs stärker bewusst zu machen.

Der Trainer plädiert zudem dafür, sich nicht von jedem Lohnverzicht herunterziehen zu lassen. "Auch wenn diese Annahme weit verbreitet ist: Ein hohes Gehalt allein macht niemanden glücklich", sagt der Autor des Buches "Die sieben Lügenmärchen von der Arbeit". Wenn das Geld allerdings nicht reiche oder man sich ausgebeutet fühle, müsse man aktiv werden. Dann sollte man zunächst mit seinem Chef reden und sich notfalls um einen neuen Job bemühen.

Mit seinem Vorgesetzten könne man auch reden, wenn man ein zu hohes Arbeitspensum habe. "In größeren Teams lassen sich Aufgaben oftmals so verteilen, dass einzelne Mitarbeiter Aufträge bekommen, die sie nicht überfordern", sagt von Münchhausen. Sind größere Umstrukturierungen nötig, sollte man sich von einem Coach beraten lassen. Letztlich könne man aber auch im Kleinen einiges verändern. Dann bespreche man sich etwa mit einem Kollegen und gebe ihm Aufgaben ab, die einem schwerfallen. Im Gegenzug übernehme man etwas von ihm, das ihm nicht so leicht von der Hand geht.

"Oft ist auch nicht die Menge der Arbeit das Problem, sondern das Gefühl des Getriebenseins", berichtet der Berater. Wer dauernd bei seinen Tätigkeiten unterbrochen werde, der könne weniger erledigen und reagiere gestresst. Zusammen mit seinen Kollegen sollte man dafür sorgen, dass jeder Perioden am Tag habe, in denen er ungestört arbeiten könne. Dafür müsse man zum Beispiel sein Telefon zeitweise weiterleiten und sich ein "Bitte nicht stören"-Schild an die Tür machen dürfen.

(DDP/anw)