Mitreißender Auftritt: Präsentation im Job - wie Sie überzeugen

Mitreißender Auftritt : Präsentation im Job - wie Sie überzeugen

Düsseldorf (RP). Was zeichnet einen fähigen Redner aus? Ist es die Qualität seiner Folien oder die Logik seines Gedankeaufbaus? Kaum. Ein guter Redner begeistert vor allem durch seine Person. Er überzeugt sein Publikum durch seinen Auftritt und schafft damit ein emotionales Erlebnis, welches lange im Gedächtnis haften bleibt.

Wie Sie alle wissen, haben wir einen Kopf und einen Bauch. Mit dem Kopf verarbeiten wir Informationen und treffen rationale Entscheidungen. Das macht vielleicht 20 Prozent der Aktivität unseres Gehirns aus. Dann haben wir einen Bauch. Mit diesem fühlen, leben und genießen wir. Dieser Teil des Bauches beeinflusst natürlich auch unser Gehirn und lastet es zu etwa 80 Prozent aus. Und nicht nur symbolisch, weisen Wissenschaftler dem sogenannten "Bauchhirn" immer doch mehr Bedeutung zu.

Was hat das jedoch mit unserer Präsentation oder Rede zu tun? Eine ganze Menge. Meist sprechen wir nämlich nur genau jene 20 Prozent "Kopf" an, wenn wir überzeugen möchten. Wir präsentieren Zahlen, Daten, Fakten und logische Schlussfolgerungen. Ganz so, wie wir seit frühester Jugend erzogen wurden. 20 Prozent "Kopf" bedeutet jedoch auch nur 20 Prozent Begeisterung und 20 Prozent emotionales Erinnern.

Das Gefühl ansprechen

Wollen wir 100 Prozent, dann gibt es nur einen Weg. Wir müssen auch das Gefühl mit einbeziehen. Wir müssen bei unserem Publikum Bilder im Kopf erzeugen, Gefühle wecken und emotionale Begeisterung wachrufen. Das ist einfacher, als viele denken. Vor allem hat es mit einem selbst zu tun. Ein Redner muss jedoch erst selbst diese Schwelle überwinden und sich auf das Spiel mit den Emotionen einlassen. Manchmal muss dazu auch erst die eine oder andere lang gepflegte und lieb gewordene Hemmung verschwinden.

Anekdoten und Zitate

Gute Redner wissen das und berücksichtigen dies in Ihren Vortrag. Sie sprechen die fünf Sinne Ihres Publikums gezielt an. Das klappt mit Anekdoten, Zitaten, Geschichten oder auch damit, die Zuschauer aktiv in den Vortrag mit einzubeziehen. Schon der einfache Satz "Können Sie meine Schrift von da hinten gut lesen" schafft eine ganz andere Verbindung, als wenn einer nur stur seine Folien vorliest.

Oder Sie bitten Ihr Auditorium, dass jeder mit seinem Sitznachbarn über seine Lieblingsfarbe diskutiert. Was glauben Sie, wie die Zuschauer anschließend an Ihren Lippen hängen, wenn Sie etwas über die Lieblingsfarben der Deutschen in der Werbung erzählen.

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