Konflikte rechtzeitig klären: Nicht jeder Streit ist Mobbing

Konflikte rechtzeitig klären : Nicht jeder Streit ist Mobbing

Bonn (rpo). Ständige Kritik an der Arbeit, permanentes Ignorieren oder persönliche Anfeindungen. Alles eindeutige Anzeichen für Mobbing. Jedoch muss genau unterschieden werden zwischen gezielter Schikane und den alltäglichen Konflikten und Streitereien.

Eine schlechte Stimmung und Gereiztheiten am Arbeitsplatz sind nicht automatisch Hinweise auf Mobbing. Es könne immer einmal vorkommen, dass Einzelnen der Geduldsfaden reißt. Darauf weist der Fachverlag für Recht und Führung in Bonn hin. Auch wenn andere dann durch eine Bemerkung getroffen und verletzt werden, sei das kein Mobbing im eigentlichen Sinn. Voraussetzung für Mobbing sei vielmehr Schikane mit Methode über längere Zeit. Die Übergänge von alltäglichen Streitereien zum Mobbing sind allerdings fließend.

Hilfreich zur Konfliktlösung kann sein, klar zu unterscheiden, worum es sich handelt. Bei Mobbing entwickelten die Täter teilweise mit großer Energie Strategien, wie sie dem Opfer schaden können. Außerdem gehe es dabei um keine punktuelle Erscheinung.

Am Anfang stehe meistens eine harmlosere Form des Konfliktes. Vielfach sind es Kleinigkeiten, die zwischen späterem Täter und Opfer im Raum stehen bleiben und nicht bereinigt werden. Daher sei Konfliktmanagement am Arbeitsplatz wichtig, rät der Fachverlag. Am besten sollten Probleme gleich zu Beginn besprochen und persönlichen Auseinandersetzungen so die Schärfe genommen werden. Auf diese Weise lasse sich dem möglichen Mobbing die Grundlage entziehen.

(gms2)
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