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Bewerbungsmappe: Mit guten Unterlagen punkten

Bewerbungsmappe : Mit guten Unterlagen punkten

Berlin (RPO). Das erste, was Unternehmen von Schulabgängern und Jobsuchenden sehen, ist die Bewerbungsmappe. Und da der erste Eindruck bekanntlich am meisten zählt, sollte die Mappe tadellos sein. Sonst klappt's nicht mit dem Vorstellungsgespräch.

"Oft sind die Unterlagen unvollständig. Manchmal hat sogar der Lebenslauf Lücken", sagt Berit Heintz vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. "Die Jugendlichen haben nicht im Blick, dass Arbeitgeber es schon gerne genauer wüssten. Man sollte aufpassen, dass im Lebenslauf alles schlüssig ist."

Grundsätzlich sollten die Bewerbungsunterlagen aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnis bestehen. Das letzte Schulzeugnis reicht. "Das Anschreiben sollte rund 20 Zeilen lang sein, auf keinen Fall mehr als eine Seite", sagt Berit Heintz. Für den Lebenslauf reiche ebenfalls eine Seite aus, ergänzt Ilona Mirtschin von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Der falsche Ansatz sei, ein langatmiges Prosawerk zu texten. "Tabellarisch reicht vollkommen." Wichtig ist die Unterschrift mit Datum.

Rechtschreibfehler sind tabu

Einen schlechten Eindruck machen schlampige Unterlagen: "Wichtig ist schon einmal, dass im Anschreiben keine Grammatik- und Rechtschreibfehler sind", sagt Ilona Mirtschin. Auf solche scheinbaren Kleinigkeiten zu achten, sei enorm wichtig, sagt auch Berit Heintz: "Besser ist, man lässt den Text noch einmal gegenlesen. Dafür kann man auch einen Lehrer fragen." Das Papier sollte keine Eselsohren haben und möglichst sauber sein.

Aber nicht nur die Form muss stimmen - schließlich zählen auch die Inhalte: "Nicht einfach einen unpersönlichen Standardtext verwenden", empfiehlt Ilona Mirtschin. Bevor das Anschreiben formuliert wird, ist es außerdem ratsam, sich schon einmal mit dem Arbeitgeber zu beschäftigen. Es sei wenig überzeugend, wenn jemand schreibt "Ich will Mechatroniker werden, weil ich das interessant finde", sagt Annedore Bröker von der Arbeitsagentur in Hamburg.

Informationen über die Firma sammeln

Viel besser sei, wenn der Bewerber erklären kann, was genau ihn an dem Beruf und dem Betrieb reizt und er möglichst auch eine Beziehung zu seinen privaten Hobbys und Interessen herstellen kann. "Ich sollte mich schon fragen, was ich in meiner Bewerbung betonen will, um zu zeigen, dass ich qualifiziert für die Stelle bin", rät Berit Heintz.

Auch die Persönlichkeit des Bewerbers muss erkennbar sein. "Der Arbeitgeber will schließlich wissen: Was ist das für ein Mensch? Passt der in meinen Betrieb?", erläutert die DIHK-Expertin. Und dabei zählt nicht nur die fachliche Qualifikation. "Arbeitgeber erwarten auch Kompetenzen wie Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft." Der Hinweis auf die bevorzugten Sportarten kann da hilfreich sein, sagt Heintz: "Wer regelmäßig im Verein trainiert, sollte das ruhig angeben."

Informationen: Die CD-ROM "Bewerbung um eine Ausbildungsstelle" kann für eine Schutzgebühr von 7,50 Euro bestellt werden: Bundesagentur für Arbeit, Bestellservice c/o IBRO Funk und Marketing GmbH, Kastanienweg 1, 18184 Roggentin (E-Mail: arbeitsagentur@ibro.de).

Hier geht es zur Infostrecke: Absurde Fehler im Bewerbungsgespräch

(tmn)