Bürospiele: Lass die Arbeit, mach mal Quatsch

Bürospiele : Lass die Arbeit, mach mal Quatsch

Düsseldorf (RPO). Was anfangen mit den nächsten acht Stunden bis zum Feierabend? Wer sich im Büro diese Frage stellt, für den gibt es jetzt ein Buch: "Spiele fürs Büro". Im Nu lässt es die Schreibtischmüdigkeit und die Zeit verfliegen – und stiftet an zu handfestem Unfug.

Düsseldorf (RPO). Was anfangen mit den nächsten acht Stunden bis zum Feierabend? Wer sich im Büro diese Frage stellt, für den gibt es jetzt ein Buch: "Spiele fürs Büro". Im Nu lässt es die Schreibtischmüdigkeit und die Zeit verfliegen — und stiftet an zu handfestem Unfug.

"Klack, klack, klack...", stanzt der Tacker auf und nieder und jagt kupferfarbene Klammern durchs Papier. "Eins, zwei, drei...", zählt der emsige Kollege, der stets zwei blütenweiße Seiten Kopierpapier vom Stapel zieht, zusammenheftet und dann zu Boden wirft. Sein Kontrahent am Schreibtisch gegenüber tut es ihm gleich, bis einer von beiden aufschreit: "Erster!" Er hat seinen Papierstapel am schnellsten durchgetackert.

65 irrwitzige Spiele

Was anmutet wie ein Sketch der Komiker-Truppe Monty Python ist ein Spiel. Es heißt sinnigerweise "Wer tackert am schnellsten" und ist eines der 65 "Spiele fürs Büro" aus dem gleichnamigen Buch von Steffen Kubitscheck. "Für langweilige Stunden am Schreibtisch und um ihn herum", lautet der Untertitel — und selbst wer sich nicht zu spielen traut, der wird die "langweiligen Stunden" mit dem Buch locker absitzen. Na ja, vielleicht eine Stunde, oder eine halbe, denn es ist nur 63 Seiten dünn.

"Spiele fürs Büro" ist ein aufrüttelndes Buch, das müde Schreibtisch-Krieger auf die Reise nach Jerusalem schickt — immer rund um den Bürostuhl. Es ist ein wegweisendes Buch, zumindest weist es den Weg aus dem alltäglichen Stumpfsinn in den befreienden Unsinn à la "Schnipsel sortieren". Und vielleicht ist es sogar ein mutiges Buch, oder besser, eines für Mutige. Denn wer verschwendet in Zeiten von Bagatellkündigungen firmeneigene Tacker-Klammern und Kopierpapier?

Risiken und Nebenwirkungen

So massiert Steffen Kubitscheck in seinem Vorwort mit milden Worten die strapazierten Nerven von Chefs und Kollegen, die wenig Sinn für solche Späße haben, und wirbt für Verständnis: "Spielen fördert die Gesundheit, verbessert die Motivation, erhöht die Lebensfreude und schafft Arbeitsplätze". Allerdings enthält das Buch nicht nur diesen Hinweis an "Chefs und diejenigen, die gern Chefs werden möchten", sondern auch eine Warnung an die Spieler: "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihre Vorgesetzten oder am besten Ihre Ex-Kollegen."

Dass der Autor versichert, die Spiele seien "größtenteils langjährig erprobt", mag darauf hindeuten, dass schon mancher Chef während dieser Zeit ein Auge zugedrückt, vielleicht sogar mitgespielt hat. Oder die Mitarbeiter haben durch die Spiele ihre Reflexe geschult, vor allem den, schlagartig mit dem Unfug aufzuhören, wenn der Chef um die Ecke kommt.

Hier geht es zur Infostrecke: Bürospiele gegen Langeweile - Eine Auswahl