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Abfalldesigner und Roboterberater: Sieben völlig irre Jobs der Zukunft

Abfalldesigner und Roboterberater : Sieben völlig irre Jobs der Zukunft

Internet, demographischer Wandel und die Zerstörung der Umwelt sorgen dafür, dass sich nicht nur die Lebensweise der Menschen in Zukunft stark verändern könnte, sondern auch die Berufe. Welche sieben völlig ungewöhnliche Jobs schon im Jahr 2030 auf Studenten warten könnten, verrät eine Studie.

Gemeinsam mit 40 Wissenschaftlern hat die kanadische Stiftung für Bildungsförderung "Canadian Scholarship Trust Plan" aktuelle Trends untersucht, um herauszufinden, welche Berufsbilder die globale Gesellschaft in der Zukunft erwarten könnte - und welche Qualifikationen sich Studenten dafür aneignen sollten. Denn eines haben all diese Jobs gemeinsam: Sie erfordern die Fähigkeit altes Wissen und neue Technologien verbinden zu können. Hier die sieben interessantesten:

Nostalgologe

Ein Nostalgologe könnte in Zukunft dabei behilflich sein, älteren Menschen ein Zuhause zu schaffen, das ihr Lieblingsjahrzehnt widerspiegelt. Dabei kann es sich um ein Wohnzimmer aus den 80er Jahren handeln, ein Badezimmer aus den 70ern oder auch eine Küche aus den 50ern. Glückliche Erinnerungen könnte es so in Zukunft durch den Nostalgologen frei Haus geben. Wer den Beruf ergreifen will, muss sich in den Bereichen Inneneinrichtung, Geschichte, Design und Psychologie auskennen.

Urbaner Bauer

Foto: Zygotehaasnobrain /shutterstock.com

Schon jetzt setzt sich der Trend immer mehr durch: wurde früher nur das Kräuterbeet auf dem Balkon angelegt, haben viele Städter inzwischen ganze Beete auf ihre Wände gespannt. In Zukunft könnten sogar Hochhäuser als Landwirtschaftsbetriebe dienen. Gemüse und Obst würde dann nicht mehr von weit her eingeflogen oder -gefahren, sondern direkt in der jeweiligen Stadt gezüchtet. Für den Job werden Kenntnisse in Landwirtschaft, Treibhausanbau, Energieeffizienz und Architektur nötig sein.

Abfalldesigner

Nicht nur die Herkunft von Lebensmitteln könnte sich völlig verändern, auch die Verpackung ist schon heute immer wieder Anlass für hitzige politische Diskussionen. In den kommenden Jahren könnte sich die Abfallverwertung deshalb vom "Recycling" zum "Upcycling" entwickeln. Das bedeutet aus Abfallprodukten oder nutzlosen Stoffen werden neuwertige Produkte hergestellt. Wer Abfall designen will, wird sich vor allem mit Produktionsprozessen beschäftigen, und damit, wie möglichst wenig unnütze Nebenprodukte oder Müll entstehen können.

Roboterberater

Foto: Ociacia /shutterstock.com

Es hört sich zwar so an, aber ein Roboterberater berät natürlich keine Roboter. Vielmehr ist der Roboterberater der Fernsehverkäufer der Zukunft. Denn schon bald könnte es die intelligenten Maschinen für diverse Alltagshandlungen zu kaufen geben. Dann hat jeder Haushalt etwa einen Kochroboter, einen der putzt oder einen, der Mensch und Tier pflegt. Entscheidungshilfen dafür, welcher Roboter am besten zu einer Person oder einer Familie passt, soll der Roboterberater geben. Er muss sich dann mit den verschiedenen Modellen, dem Stand der Entwicklung und der Technik auskennen, so wie klassische Verkäuferqualitäten besitzen.

Einfachheits-Experte

Die Buchserie "Simplify your Life" war ein internationaler Bestseller und zeigt worum es im Job als Experte für Einfachheit gehen wird: Unternehmen werden diese Experten engagieren, damit sie komplizierte tägliche Abläufe auf ein simples Mindestmaß herunterbrechen. Tätigkeiten die mehrere Stunden brauchen, werden durch sie in einer halben Stunde möglich, und Prozesse die 20 Schritte haben, können in fünf erledigt werden. Für diesen Job sind Kenntnisse in Mathematik, Psychologie und Philosophie sinnvoll, aber auch ein Grundwissen in Design.,

Medien Remixer

Ein Medien Remixer wird ähnlich wie eine DJ die vielen verschiedenen Formate aus Internet und dem Rest der Medienlandschaft zu neuen Projekten umformen. Dabei schafft er neue Verbindungen aus Bild, Ton, Text und Film. Am besten wird dieser Job zu Menschen passen, die sehr kreativ, selbstmotiviert und in der Lage sind, verschiedene Projekte gleichzeitig zu bearbeiten, vermutlich auf freiberuflicher Basis.

Tele-Chirurg

Foto: Luis Louro /shutterstock.com

Das klingt nun wirklich nach Science Fiction, aber bereits jetzt wird an einer Lösung gearbeitet, die es Mediziner in Zukunft möglich machen könnte, mittels eines Roboters zu operieren. Sollte sich diese Methode durchsetzen, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Ärzte, auch aus weiter Distanz per Kamera operieren. Der Patient wird dann von einem kleinen medizinischen Team vorbereitet, den Rest übernehmen die Roboter-Hände des Arztes. Tele-Mediziner müssen sich auf dieses Gebiet spezialisieren. Sie haben ein medizinisches Studium, können komplexe Roboter bedienen und sie können ohne Probleme ein Team per Videoschalte koordinieren.

(ham)