Gehaltsreport Fach- und Führungskräfte 2013: Hier können Sie das meiste Geld verdienen

Gehaltsreport Fach- und Führungskräfte 2013 : Hier können Sie das meiste Geld verdienen

Egal, ob am Anfang der beruflichen Laufbahn oder mitten in der Karriere, die Verdienstmöglichkeit zählt zu den wichtigsten Kriterien für einen Job. In welchen Branchen, Bundesländern und mit welcher Ausbildung am meisten verdient werden kann, zeigt jetzt eine neue Studie.

Rund 89.000 Euro brutto verdient ein Chirurg im Jahr. Damit führt diese Berufsgruppe die Liste der Spitzenverdiener unter den deutschen Fach- und Führungskräften an. Ein ähnliches hohes Jahresgehalt bietet sonst nur noch eine Karriere als Business-Analyst (64.291 Euro) oder als IT-Projektmanager (61.944 Euro). Voraussetzung für das Spitzeneinkommen sind, neben einem akademischen Abschluss eine Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren und Personalverantwortung.

Studieren zahlt sich in Deutschland aus

Grundsätzlich zeigt der Bericht, dass sich studieren in Deutschland am Ende deutlich auszahlt. Akademiker verdienen rund 35 Prozent mehr im Jahr als Menschen mit rein schulischem Abschluss oder einer Ausbildung. Am meisten lohnen sich dabei die Studiengänge Medizin mit einem voraussichtlichen Jahresgehalt von fast 70.000 Euro brutto, Ingenieurwissenschaften mit 59.000 Euro und Naturwissenschaften mit etwa 58.300 Euro. Platz vier und fünf im Ranking belegen das Wirtschaftsingenieurwesen (58.270 Euro) und Rechtswissenschaften (57.000 Euro).

Diese Zahlen ergehen aus dem Gehaltsreport Fach- Und Führungskräfte 2013 der Karriereplatform StepStone. Für die Studie wurde eine Online-Befragung zum Thema Jahresgehalt unter 50.000 Fach- und Führungskräften durchgeführt. Etwa 70 Prozent der Befragten waren Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Führungskräfte waren zu 30 Prozent vertreten.

Zahlungsintensive Branchen

Doch nicht nur der Ausbildungsgrad und die Berufserfahrung definieren das Gehalt, auch die Branche hat sehr viel Einfluss auf den Scheck am Ende des Monats. Grundsätzlich gilt, große Firmen, mit mindestens 1000 Mitarbeitern, bezahlen auch am besten. Angeführt wird die Branchentabelle dabei von der Pharmaindustrie. Hier liegt das durchschnittliche Jahresgehalt einer Fach- und Führungskraft bei 57.910 Euro brutto, das ist fast doppelt so viel wie in der Gastronomie. Auf Platz zwei folgt der Bankensektor mit 57.643 Euro jährlich, Platz drei belegen Fahrzeugbau- und -zulieferer mit 57.232 Euro im Jahr.

Die Branche fällt so stark ins Gewicht, dass auch ein Studium am Jahresgehalt unter Umständen nicht viel ändert. Wer sich für einen Beruf in der Pflege entscheidet, verdient mit einem durchschnittlichem Jahresgehalt von 39.094 Euro brutto schon gut. Noch dramatischer ist der Unterschied in der Gastronomie, hier liegt das Jahreseinkommen im Schnitt bei 30.555 Euro. Direkt dahinter liegen handwerkliche Berufe mit (31.769 Euro) und Jobs in Freizeit, Touristik, Kultur und Sport (36.393 Euro)

Unterschiede durch Wohnort und Geschlecht

Ein wichtiger Faktor für die Höhe des Gehalts ist aber auch ganz einfach der Wohnort. Am höchsten sind die Gehälter in Hessen. Dort liegt das Jahreseinkommen bei durchschnittlich 52.600 Euro. In Mecklenburg-Vorpommern, dem Bundesland mit den niedrigsten Gehältern, beträgt der Verdienst gerade mal die Hälfte.

Platz zwei der Bundesländer mit den besten Gehältern belegt Baden-Württemberg mit 52.330 Euro jährlich, gefolgt von Bayern (51.962 Euro) und Nordrhein-Westfalen (50.141 Euro). Einkommen unterhalb des Durchschnitts gibt es dagegen in den ostdeutschen Bundesländern. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass die Lebenshaltungskosten dort geringer sind.

Ein Faktor, der bei der Frage nach dem Gehalt auch bei dieser Studie deutlich auffällt, ist das Geschlecht: Rund 1.166 Euro verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen monatlich weniger im Verhältnis zu Männern in der gleichen Position. Das macht ganze 14.000 Euro pro Jahr aus.

Die gesamten Ergebnisse der Studie finden Sie hier.

(ham)
Mehr von RP ONLINE