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Fernstudium: Jobchancen mit erneuerbaren Energien

Fernstudium : Jobchancen mit erneuerbaren Energien

Durch den Boom der erneuerbaren Energien steigt der Bedarf an Fachkräften. Allein in 2011 wuchs die Zahl der Beschäftigten in der Branche um vier Prozent. Weil Unternehmen nicht genügend Ingenieure finden, stellen sie auch Techniker ohne Hochschulausbildung ein. Für Führungspositionen ist jedoch nach wie vor ein Studium Pflicht – möglichst mit passendem Abschluss. Wem das passende Diplom noch fehlt, kann mit Hilfe eines Fernstudiums nachbessern.

Durch den Boom der erneuerbaren Energien steigt der Bedarf an Fachkräften. Allein in 2011 wuchs die Zahl der Beschäftigten in der Branche um vier Prozent. Weil Unternehmen nicht genügend Ingenieure finden, stellen sie auch Techniker ohne Hochschulausbildung ein. Für Führungspositionen ist jedoch nach wie vor ein Studium Pflicht — möglichst mit passendem Abschluss. Wem das passende Diplom noch fehlt, kann mit Hilfe eines Fernstudiums nachbessern.

"Wer die guten Jobchancen nutzen möchte, kann sich mit Fernunterricht zielgerichtet und berufsbegleitend weiterbilden", erklärt Fernstudiumsexperte Markus Jung "Fernstudienanbieter haben auf den Trend zu den erneuerbaren Energien reagiert und bieten inzwischen viele hochwertige Kurse an."

Masterprogramme qualifizieren für Führungspositionen im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Beuth-Hochschule Berlin bietet zum Beispiel den neuen MBA Renewables an. Der Online-Fernstudiengang läuft über 30 Monate und vermittelt betriebswirtschaftliche, organisatorische, rechtliche und politische Kenntnisse. Zusätzlich werden den Studierenden Grundkenntnisse über technische Zusammenhänge näher gebracht.

Gute Englischkenntnisse

"Damit eignet sich der Master sowohl für Techniker als auch für Nicht-Techniker. Studienbewerber müssen allerdings sehr gute Englischkenntnisse und eine erste akademische Ausbildung mitbringen", weiß Markus Jung.

Die Universität Koblenz dagegen setzt niedrigere Hürden für ihren Master Energiemanagement: Wer keinen Bachelor mitbringt, kann alternativ zum regulären Bewerbungsverfahren eine Eignungsprüfung ablegen. Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Prüfung sind neben dem Abitur fünf Jahre Berufserfahrung, die einen hinreichenden inhaltlichen Zusammenhang zum Studiengang aufweist.

Interessante Positionen im Bereich Beratung, Verkauf oder Planung von erneuerbaren Energien erlangen Interessierte auch ohne Studium. Nicht-akademische Fernkurse vermitteln das nötige Wissen. "Solche Fernkurse haben meist einfachere Zugangsvoraussetzungen. Sie sind kürzer und oft günstiger als Fernstudiengänge", so Jung.

Ein gutes Beispiel ist die Fortbildung zur Fachkraft für erneuerbare Energien der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD): Teilnehmer erwerben vorwiegend technisches Wissen, aber auch rechtliche Grundlagen und Informationen zu Förderprogrammen für Selbständige, Handwerker, Architekten und Ingenieure. Diesen Weg wählte Fernkursteilnehmer Felix Armbruster: "Mit dieser Zusatzqualifikation zu meinem Chemie-Diplom kann ich mich zielgerichtet in der Wind- oder Solarenergiebranche bewerben."

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Vor der Entscheidung für ein Fernstudium sollten Interessierte jedoch einige Punkte prüfen. So sollten die Inhalte der Weiterbildung auf vorhandenem Wissen aufbauen und für die angestrebte Tätigkeit qualifizieren. Einen Überblick über die inhaltlichen Anforderungen geben zum Beispiel aktuelle Stellenanzeigen der Branche.

Meinungen austauschen

Neben den Informationen der Anbieter selbst empfiehlt es sich, Meinungen von Studierenden einzuholen. Interessant sind zum Beispiel Einträge auf den Facebook-Seiten der Anbieter oder Blogs von Studierenden. Allerdings sollte man Einzelmeinungen nicht überbewerten, sondern versuchen, sich ein Gesamtbild zu machen. Im Portal www.fernstudium-Infos.de finden sich beispielsweise Einschätzungen von Teilnehmern an Fernstudiengängen nahezu aller deutschen Anbieter. Dort können Interessierte auch Fragen direkt an Fernstudierende einstellen.

Je nach Art der Fernkurse wird ein Teilnahmezertifikat oder ein akademischer Abschluss erworben. Inwieweit ein bestimmter Abschluss bei Arbeitgebern anerkannt ist, können Interessierte zum Beispiel auf Jobmessen bei den Unternehmen erfragen.

Die Gebühren variieren nach Anbieter und Niveau. Die Kosten für Fernkurse beginnen bei monatlich unter hundert Euro. Ein akademisches Fernstudium schlägt oft mit mehreren hundert Euro zu Buche. Hinzu können Kosten für ergänzende Lehrmaterialien und Präsenztage kommen.

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(anch)