Studie: Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt

Studie: Jeder fünfte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt

Dienst nach Vorschrift und nichts darüber hinaus: Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland hat laut einer Studie innerlich gekündigt und erledigt im Job nur noch das Nötigste. Die Gründe sind vielfältig.

Für die Studie der von Kassen und Unfallversicherern getragenen Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) wurden Personalverantwortliche in Unternehmen befragt. Als wichtigsten Auslöser für verloren gegangenes Engagement der Mitarbeiter gelten demnach mangelnde Wertschätzung, fehlende Mitbestimmung und ungelöste Konflikte.

Neben Schwächen im Führungsverhalten können aber auch Veränderungen in der Organisation eine innere Kündigung auslösen, insbesondere wenn diese Veränderungen mit Personalabbau und Arbeitsverdichtung einhergehen und durch lange Phasen der Unsicherheit geprägt sind.

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Für die betroffenen Arbeitnehmer kann innere Kündigung erhebliche gesundheitliche Folgen haben, etwa Depressionen, Sucht- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Darüber hinaus kann sich die innere Kündigung einzelner Mitarbeiter negativ auf die übrige Belegschaft auswirken: Soziale Beziehungen verschlechtern sich, es kommt zu Mehrarbeit für Kollegen und Unzufriedenheit bei anderen Mitarbeitern.

Für die Studie wurden 381 Personalverantwortliche von großen, mittelständischen und kleinen Unternehmen befragt. IGA ist eine Kooperation der Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), der Krankenkassen BKK und AOK sowie dem Ersatzkassen-Verband, zu dem unter anderem die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK Gesundheit gehören.

(crwo/AFP)