Umfrage: Die größten Pannen beim Bewerbungsgespräch

Umfrage : Die größten Pannen beim Bewerbungsgespräch

Düsseldorf (RPO). Eine überzeugende schriftliche Bewerbung ist fast immer der Grundstein auf dem Weg in den Traumjob. Doch sie ist nur der Anfang: Bevor Arbeitgeber sich entscheiden, wer die Stelle bekommt, sind Vorstellungsgespräche mit mehreren Kandidaten üblich. Auch dabei gibt es einige Grundregeln zu beachten.

Eine Einladung zum Bewerbungsgespräch ist das Beste, was einem Jobanwärter nach dem Verschicken der Bewerbung passieren kann. Im persönlichen Gespräch erhält er die Gelegenheit, sich das Unternehmen von innen anzuschauen und offene Fragen anzusprechen. Vor allem aber kann er sich selbst präsentieren und die Personalentscheider von seinen Stärken und seiner Eignung für die ausgeschriebene Stelle überzeugen. Das gelingt allerdings nicht jedem gleichermaßen.

Beim ersten persönlichen Kontakt mit den Verantwortlichen des Unternehmens gibt es viele Fettnäpfchen. Die gilt es tunlichst zu vermeiden, ansonsten können sie schnell zum Stolperstein auf dem Weg zur Traumstelle werden. Eine Umfrage des Online-Anzeigenmarkts kalaydo.de unter knapp 250 Personalentscheidern soll die folgenschwersten Fehltritte ausfindig gemacht haben.

Pünktlichkeit ist Trumpf

Nichts macht bei Personalverantwortlichen einen schlechteren Eindruck, als das zu späte Erscheinen zum verabredeten Gesprächstermin. Über zwei Drittel der Befragten führten Unpünktlichkeit und Nichterscheinen als unverzeihlichstes Fehlverhalten im Vorstellungsgespräch an. Dabei lassen sich Hektik und Zeitdruck leicht vermeiden.

Wer alle wichtigen Unterlagen, eine Wegbeschreibung oder die Fahrpläne rechtzeitig vorbereitet, der kann mit der nötigen Gelassenheit in den Tag des Interviews starten. Sollte der vereinbarte Termin trotz allem mal aus einem triftigen Grund nicht eingehalten werden können, so sollte das Unternehmen so früh wie möglich darüber informiert werden. Die Chance auf eine zukünftige Zusammenarbeit könnte so noch gewahrt werden.

Jeweils rund 60 Prozent der befragten Personalentscheider beklagten Unwissenheit über das Unternehmen und die Stelle, ein unpassendes und ungepflegtes äußeres Erscheinungsbild sowie Unehrlichkeit und Unglaubwürdigkeit. Schon für die schriftliche Bewerbung sollten Interessenten sich über den möglichen Arbeitgeber informieren. Schließlich geht es dabei auch darum, selbst herauszufinden, ob die ausgeschriebene Stelle und die Philosophie des Unternehmens zu einem passen. Vor dem Gespräch ist es hilfreich, diese Informationen noch einmal aufzufrischen. Arbeitgeber legen großen Wert darauf, dass die Kandidaten über die angestrebte Position im Bilde sind. Nur so lässt sich im Gespräch glaubhaft begründen, wieso genau man selbst die perfekte Besetzung des Postens wäre. Die wichtigsten Informationen findet man heute schnell im Internet.

Sympathiepunkte durch authentisches Auftreten

Auch die Kleiderwahl kann sich schon beim Betreten des Raumes schnell als Fehler entpuppen. Welche Kleidung angemessen ist, hängt dabei stark von der Branche und Ausrichtung des möglichen Arbeitgebers ab. Wer sich allerdings schon beim eigenen Outfit keine Mühe macht, kann bei Personalverantwortlichen nicht punkten. Wer noch gar keine Vorstellung davon hat, was im Unternehmen getragen wird, kann in einigen Fällen wiederum im Internet fündig werden. Team-Fotos zum Beispiel geben einen guten Einblick in den Arbeitsalltag. Zeigen die übrigen Mitarbeiter sich etwa auf der Unternehmenswebseite eher leger, ist davon auszugehen, dass die Kleidung auch im Vorstellungsgespräch lockerer ausfallen darf. Fleckige und ungepflegte Kleidung ist ebenso wie aufreizende Teile in jedem Fall zu vermeiden.

Wie in jeder zwischenpersönlichen Beziehung, so baut auch das Verhältnis von Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf Vertrauen auf. Wer also schon im Lebenslauf mit geschönten Angaben prahlt oder im Gespräch nicht ehrlich ist, hat bei den Personalentscheidern keine guten Karten. Für Unternehmen geht es darum, die Mitarbeiter von morgen kennenzulernen. Auch aufgesetztes Verhalten wird daher negativ beurteilt. Statt sich alle möglichen Fragen vorher einzuprägen, sollten sich Bewerber besser um lockeres Auftreten und authentische Antworten bemühen. Das sorgt für die nötigen Sympathiepunkte.

Welche Fehltritte die Personalverantwortlichen noch bemängeln, erfahren Sie in unserer Übersicht.

Hier geht es zur Infostrecke: Bewerbungsgespräch: Was die Chefs ärgert

(cwe/chk)