Berlin: DGB fordert von Bundesregierung Anti-Stress-Politik

Berlin : DGB fordert von Bundesregierung Anti-Stress-Politik

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Bundesregierung zu klaren Regeln gegen zunehmenden Stress am Arbeitsplatz aufgerufen. "Wir brauchen eine Anti-Stress-Politik, damit Arbeit nicht länger krank macht", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach, nachdem die Bundespsychotherapeutenkammer Zahlen veröffentlichte, die belegen, in welchem Ausmaß psychische Erkrankungen Ursache von Arbeitsunfähigkeit sind. Der Arbeitsplatz sei Stressfaktor Nummer eins, Arbeitsstress verursache Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe, so Buntenbach.

Doch die meisten Arbeitgeber setzten sich mit dem Problem zu wenig auseinander. Bei nur neun Prozent der Beschäftigten würden auch psychische Belastungen beim Arbeitsplatz-Check berücksichtigt. Bei den jährlichen Krankheitstagen wegen psychischer Erkrankungen habe es in den vergangenen 15 Jahren einen Anstieg um mehr als 80 Prozent auf 59 Millionen gegeben. 42 Prozent der Erwerbsminderungsrenten gingen inzwischen auf psychische Erkrankungen zurück, kritisierte Buntenbach.

(dpa)
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