Deutscher Lehrerpreis: Lehrer in Berlin ausgezeichnet

Auszeichnung in Berlin: Preise an die besten Lehrer Deutschlands

Tausende Schüler schlugen ihre Lehrer für den Wettbewerb um den Deutschen Lehrerpreis vor. Auch Schulprojekte wurden ausgezeichnet. In Berlin fand nun die Siegerehrung statt.

Gäbe es Zeugnisse für Lehrer, hätten diese Frauen und Männer wohl nur die besten Noten. Am Montag wurden 15 Lehrerinnen und Lehrer in Berlin mit dem Deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet. Eine Jury entschied, wer gewinnt.

Schüler aus Aachen und den Niederlanden schalten sich regelmäßig im Unterricht per Video zusammen. Für dieses Projekt haben Pädagogen den Lehrerpreis bekommen. Die Schüler könnten so ihre Fremdsprachenkenntnisse trainieren, lobte der Deutsche Philologenverband am Montag. Außerdem würden sie Erfahrungen im Austausch mit Menschen im Ausland sammeln.

21 Auszeichnungen gingen nach NRW

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Insgesamt sechs Teams bekamen Preise für ihren innovativen Unterricht. Geehrt wurden auch 15 engagierte Lehrer, die von ihren Schülern vorgeschlagen wurden. Neben dem Videoprojekt des Gymnasiums St. Leonhard in Aachen wurde ein Team der Münchner Adolf-Kolping-Berufsschule geehrt: Dort sollten Schüler einen Maibaum für den Pausenhof bauen, aufstellen und ein Schulfest organisieren.

Dirk Braun und seine Kollegin Dagmar Denne von der Gesamtschule Höhscheid in Solingen erreichten den dritten Platz beim "Unterricht innovativ". Foto: dpa, pdz fpt

Damit sei eine Tradition thematisiert und gepflegt worden, die zur Integration zugewanderter Schüler beigetragen habe, hieß es zur Begründung. Der dritte Preis ging an Lehrer der Gesamtschule Höhscheid in Solingen, die mit einem besonderen Konzept Schlüsselkompetenzen fördern wollen.

Der Lehrerpreis wird seit 2009 jährlich vom Philologenverband und der Vodafone-Stiftung verliehen. Diesmal machten rund 4000 Schüler Vorschläge. Zudem hätten sich rund 800 Lehrergruppen mit Projekten beworben, sagte eine Sprecherin. Von insgesamt 21 Auszeichnungen gingen sechs nach Bayern und NRW, zwei nach Hessen und Niedersachsen und jeweils ein Preis nach Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen.

(gaa)