So schreiben Sie mit Stil: Der E-Mail-Knigge

So schreiben Sie mit Stil : Der E-Mail-Knigge

Düsseldorf (RPO). Der gute, alte Brief auf Papier ist fast Geschichte. Stattdessen werden E-Mails in Sekundenschnelle hin- und hergeschickt. Dennoch bleibt in Stilfragen vieles beim Alten, meint Stil- und Etikettetrainerin Lis Droste aus Frankfurt.

"Eine E-Mail ist ein Brief in elektronischer Form. Man sollte nicht weniger sorgfältig damit umgehen als mit einem Brief auf Papier", fasst Droste die Regeln für den E-Mail-Verkehr zusammen.

Eher müsse man noch genauer darüber nachdenken, was man schreibe, denn im Gegensatz zu Briefen blieben E-Mails über Jahre oder gar Jahrzehnte im Netz bestehen. Und sie könnten wesentlich leichter für Dritte zugänglich werden: "Man sollte sich hüten, Dinge in Mails zu schreiben, die nicht für jedermann bestimmt sind", mahnt Droste.

Bei einem neuen Kontakt wählt man die Anrede "Sehr geehrte(r)" und die Schlussformel "Mit freundlichen Grüßen". Antwortet man auf eine geschäftliche Mail, sollte man sich am Absender orientieren, rät Droste: "Wählt man eine förmlichere Anrede, kann das wie eine Zurechtweisung wirken."

Guter Schreibstil und fehlerfreie Rechtschreibung sollten auch in Mails selbstverständlich sein, sagt die Stil-Expertin. Auch Abkürzungen sind ihr ein Gräuel: "Es heißt nicht ´sgduh´, sondern ´Sehr geehrte Damen und Herren´."

Zum guten Stil gehört auch die vollständige Signatur. Sie enthält neben dem Namen die Adresse und sämtliche Kontaktdaten, also Telefon, Mobiltelefon, Fax, E-Mail-Adresse und Website. Außerdem gehören alle Informationen hinein, die auch auf dem Briefpapier der Firma stehen.

Gehen mehrere E-Mails hin und her, sollte man trotzdem nicht auf die Anrede verzichten, könne sie aber variieren, empfiehlt die Stil-Expertin: "Dann kann man zur Auflockerung auch mal ´Vielen Dank, sehr geehrter Herr X, für Ihre Antwort´ schreiben."

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(mais)