Bloß nicht gleich loslästern: Das sollten Neulinge im Job beachten

Bloß nicht gleich loslästern : Das sollten Neulinge im Job beachten

Tutzing (RPO). Reißen Sie nur nicht zu sehr Ihre Klappe auf! Als Neuer in der Firma sollte man beim Lästern nicht mitmachen. Auch wenn die Situation einladend ist und Kollegen über andere herziehen: Zurückhaltung ist am Anfang das oberste Gebot.

"Am besten den Mund halten", empfiehlt Christina Tabernig, Expertin für Business-Etikette aus Tutzing (Bayern). "Oder diplomatisch ausweichen nach dem Motto "Dazu kann ich noch nichts sagen"." Denn erstens sei Lästern grundsätzlich daneben und zweitens riskant für jeden, der noch nicht genau einschätzen kann, wie welche Äußerung im Kollegenkreis ankommt.

Genau das zu lernen, sei aber unverzichtbar. Schließlich müssten Neulinge nicht nur fachlich möglichst bald wissen, wie die Dinge laufen, sondern auch verstehen, wie die Firma tickt. "Bei der Bewerbung bekommt man davon nur einen oberflächlichen Eindruck", sagt Tabernig. "Man muss gucken: Welche Grüppchen gibt es, wer spricht mit wem?" Wer neu im Betrieb ist, sehe da vieles sogar klarer. Um die Hintergründe zu verstehen, sei es wichtig, möglichst viele Kollegen kennen zu lernen. Weihnachtsfeiern seien eine gute Gelegenheit dafür.

Aber auch im Berufsalltag kommt es darauf an, auf viele der neuen Kollegen zuzugehen. "Man kann zum Beispiel am Anfang regelmäßig mit verschiedenen Arbeitskollegen essen gehen", empfiehlt Tabernig. Fingerspitzengefühl ist dagegen gefragt, wenn man Einzelne abends zum Essen oder zur After-Work-Party einlädt. "Da gibt es immer den Neidfaktor und die Frage "Warum bin ich nicht dabei?""

Wer neu ist, sollte versuchen, möglichst wenig Angriffsflächen zu bieten und es sich nicht gleich mit Einzelnen zu verscherzen, rät die Expertin. Dadurch lässt sich auch verhindern, was für Neulinge sehr unangenehm werden kann: dass über sie selbst gelästert wird.

(tmn)
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