Bewerbung per Video: Vier Tipps für Jobsuchende

Bewerbung per Video: Vier Tipps für Jobsuchende

Experten erklären, wie Kandidaten sich bei einem Video-Bewerbungsgespräch ins rechte Licht rücken.

Im Hintergrund steht dreckiges Geschirr, und der Kopf des Bewerbers wirkt verzerrt: Beim Bewerbungsgespräch per Videokonferenz kann einiges schiefgehen. Von zu Hause aus das Gespräch über Skype oder Google Hangouts am eigenen PC zu führen, ist zwar bequem. "Dabei liegt der Teufel jedoch im Detail", sagt Svenja Hofert, Karriereberaterin aus Hamburg. Es lädt manchen dazu ein, zu locker aufzutreten. Vier Tipps, die Bewerber beim Videointerview auf jeden Fall beachten sollten:

Neutraler Hintergrund Mancher entlarvt sich beim Videointerview als Chaot. Dreckige Wäsche oder benutztes Geschirr im HIntergrund: "Das geht gar nicht", sagt Hofert. Wer so unordentlich sei, erwecke beim Personaler schnell den Eindruck, dass er auch seine Aufgaben nicht sorgfältig erledige. Bewerber achten deshalb am besten auf einen neutralen Hintergrund. Gut geeignet sei etwa eine weiße Wand. Ist ein Schreibtisch oder Bücherregal im Bild, muss beides aufgeräumt sein.

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Kamera auf Augenhöhe Schauen Bewerber von unten in die Kamera, sehen sie schnell klein und unterwürfig aus – andersherum wirken sie möglicherweise arrogant. Jobsuchende stellen die Kamera deshalb am besten so ein, dass sie auf Augenhöhe ist, rät Hofert. Seriöse Kleidung Zum persönlichen Vorstellungsgespräch gehen Jobsuchende selbstverständlich im Anzug – beim Videointerview sitzt mancher im Kapuzenpulli da. Auch wenn Bewerber das Gespräch von zu Hause aus führen: Es befreit sie nicht von der Pflicht, sich seriös anzuziehen. Was erforderlich ist, hängt von der Branche ab. Wer sich bei einer Bank oder Anwaltskanzlei bewirbt, trägt am besten Anzug oder Kostüm. Je kreativer die Branche, desto legerer darf das Outfit sein.

Testlauf mit Freunden Ob die Tonqualität oder der Bildausschnitt gut ist, finden Jobsuchende am ehesten heraus, wenn sie vorab einen Testlauf mit Freunden machen. So werden sie auch am ehesten auf Störquellen aufmerksam, erklärt Hofert. Straßenlärm etwa kann sehr störend sein. Viele nehmen ihn in ihrem Arbeitszimmer aber kaum noch wahr, weil sie sich daran gewöhnt haben. Einem Freund falle er bei einem Testlauf jedoch häufig sofort auf.

(DPA-TMN)
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