Ausblidung: Diätassistenten schreiben Speisepläne für gesundes Leben

Ausblidung : Diätassistenten schreiben Speisepläne für gesundes Leben

Die Ausbildung dauert drei Jahre. An einigen der bundesweit rund 50 Schulen müssen Azubis Gebühren zahlen, an anderen nicht.

Übergewicht, Diabetes oder mehrere Krankheiten auf einmal: Auf Anraten des Arztes müssen viele Patienten ihre Ernährung umstellen. Sie benötigen einen auf ihre individuelle Bedürfnisse abgestimmten Essensplan. Dieser wird von Diätassistenten erstellt.

"Für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit haben ich mich schon immer interessiert", sagt Marisa Faryna Bonnen. Deshalb entschloss sich die heute 22-Jährige, den Beruf der Diätassistentin zu lernen. Inzwischen ist Bonnen im dritten Ausbildungsjahr an der Berufsfachschule für Diätassistenz am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf.

Neben der Patientenberatung referieren Diätassistenten in Kurhäusern oder bieten Kochkurse an. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen arbeiten sie im Ernährungsmanagement. Dort organisieren sie die Zubereitung von Diätgerichten für die Patienten. Diätassistenten weisen mitunter auch Küchenmitarbeiter bei der Zubereitung von diätetischen Speisen ein und kochen in komplizierten Fällen solche Gerichte selbst.

Bewerber sollten mindestens einen Realschulabschluss haben. "Da sie viel mit Leuten aus allen Altersgruppen zu tun haben, sind gute Kommunikationsfähigkeiten und ein offenes Wesen unabdingbar", betont Evelyn Beyer-Reiners, Geschäftsführerin des Verband der Diätassistenten-Deutscher Bundesverband. Ein Interesse an Biologie und Chemie muss vorhanden sein, schließlich geht es um Stoffwechsel- und Verdauungsprozesse. Außerdem sollten Bewerber gut rechnen können, da sie Nährwerte, Kalorien oder Essensmengen berechnen müssen.

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Für die schulische Ausbildung bekommen Azubis keine Vergütung und an einigen der bundesweit rund 50 Schulen müssen Azubis Gebühren zahlen. Auf dem Stundenplan stehen Anatomie, Physiologie, Biochemie und Ernährungslehre. Ziel ist, dass die Auzubis die Abläufe im Organismus kennen. So wissen sie, welche Auswirkungen Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln im Körper haben und kennen die spezielle Bedürfnisse, zum Beispiel von Kindern und Schwangeren. Im praktischen Ausbildungsteil lernen sie, die Zubereitung diätetische Speisen und die Abläufe in einer Diätküche. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung hängt vom Arbeitgeber und Bundesland ab. "Im Durchschnitt kommt ein Berufsanfänger auf etwa 2200 Euro brutto im Monat", sagt Beyer-Reiners.

(dpa)
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