Öffentlicher Dienst Behörden suchen frühzeitig neue Azubis

Düsseldorf/Neuss · Eine Stadt- oder Kreisverwaltung bietet als Arbeitgeberin die wohl größte Vielfalt an Berufsbildern. Was junge Leute, die sich für eine Ausbildung oder ein duales Studium dort interessieren, für eine Bewerbung wissen sollten.

 Nicht jede Arbeit in einer Kommunalverwaltung ist ein reiner Schreibtischjob.

Nicht jede Arbeit in einer Kommunalverwaltung ist ein reiner Schreibtischjob.

Foto: dpa-tmn/Daniel Karmann

Eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst ist für immer mehr junge Menschen interessant. Das Angebot umfasst vielfältige Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, die verschiedenste Interessen und Fähigkeiten abdecken. Da ist für viele das Richtige dabei.

Die Jobvielfalt wird alle überraschen, die bei der Stadt zunächst an einen klassischen Schreibtischjob denken. „Mit rund 1300 Beschäftigten ist der Rhein-Kreis Neuss einer der größten Arbeitgeber in unserer Region“, erklärt Pressesprecher Benjamin Josephs. „Unsere Kreisverwaltung bietet fast 200 verschiedene Berufsbilder an. Die Palette reicht vom Feuerwehrmann bis zur Architektin, vom Fachinformatiker bis zur Sozialarbeiterin, vom Geografen bis zur Tierärztin, vom Vermessungstechniker bis zur Biologin. Natürlich gibt es auch viele Berufe im Verwaltungsdienst.“

Ein Job im öffentlichen Dienst bietet in der Regel einen zukunftssicheren Arbeitsplatz, eine geregelte Bezahlung nach Tarif und flexible Arbeitszeitmodelle. Er ist ideal für Menschen, die einen Beruf ausüben möchten, der einen direkten Beitrag zum Gemeinwohl leistet. Interessierte sollten daher Freude an einer sinnstiftenden Tätigkeit haben und die Fähigkeit mitbringen, in einem Team zu arbeiten.

Bewerbungsphase startet nach den Sommerferien

Wer eine Ausbildung im öffentlichen Dienst absolvieren möchte, sollte sich früh um einen Platz kümmern. „Eine besondere Empfehlung ist frühzeitiges Handeln, da die Ausschreibungen der Ausbildungs- und Studienangebote bereits kurz nach den Sommerferien für das Folgejahr starten“, betont Michael Frisch, Stadtsprecher der Landeshauptstadt Düsseldorf. „Einige Angebote werden bis in den Mai oder Juni des Ausbildungsjahres veröffentlicht, aber dies ist eher die Ausnahme.“

Bewerbungsgespräche bei großen Behörden wie der Landeshauptstadt Düsseldorf ähneln zwar denen in der freien Wirtschaft, weisen jedoch spezifische Unterschiede auf. Bei Arbeitgebern im öffentlichen Dienst spielen gesetzliche Vorgaben und öffentliche Interessen eine größere Rolle, was zu einer transparenten und nachvollziehbaren Bestenauslese führt. „In der Regel beinhalten die Bewerbungsverfahren einen Kompetenztest und ein persönliches Gespräch, um ein umfassendes Bild von den Kompetenzen und der Motivation der Bewerbenden zu erhalten“, erklärt Michael Frisch. „Je nach Anforderungen der Ausbildung oder des Studiums können weitere Elemente wie zum Beispiel ein Sporttest bei der Feuerwehr oder eine Hospitation in den handwerklichen Berufen hinzukommen.“

Bewerbung am schnellsten online

Bei der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens erfolgt die Bewerbung per „One-Click“ über ein Online-Bewerbungsformular. Zunächst reichen die Kontaktdaten, während zusätzliche Dokumente wie der Lebenslauf später angefordert werden können. Ein Anschreiben ist nicht mehr erforderlich. „So besteht die Möglichkeit, sich in wenigen Minuten bei uns zu bewerben“, erklärt Frisch.

Etwas klassischer sieht das Verfahren beim benachbarten Rhein-Kreis Neuss aus. Hier gibt es zwar ein Online-Bewerbungsverfahren, jedoch sollten die Unterlagen vollständig eingereicht werden – mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. „Ein Bewerbungsfoto ist nicht vorgeschrieben, macht aber einen guten Eindruck“, betont Kreissprecher Benjamin Josephs.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

„Überzeugt ein Bewerber beziehungsweise eine Bewerberin und passt die Bewerbung zu einem Stellenprofil, folgt im nächsten Schritt ein Vorstellungsgespräch“, erläutert Josephs weiter. Für ein erfolgreiches Gespräch ist eine gute Vorbereitung wichtig, bei Fragen können sich Bewerber auch telefonisch oder per E-Mail an die Kreisverwaltung wenden.

Ähnlich sieht es bei der Stadtverwaltung in Düsseldorf aus, auch hier ist eine gründliche Vorbereitung entscheidend für eine erfolgreiche Bewerbung. „Im persönlichen Gespräch fragen wir kein Allgemeinwissen ab, sondern ob ein konkretes Bild von unseren Aufgaben und Tätigkeiten besteht“, erklärt Michael Frisch. „Wir sprechen über Vorstellungen, Erwartungen, aber auch die Anforderungen des gewünschten Berufsbildes und wie sich die Bewerbenden hier zukünftig sehen und einbringen möchten.“ Die Kandidaten sollten sich also darauf konzentrieren, ihre Persönlichkeit und ihre Fähigkeiten im Kontext der Anforderungen der angestrebten Ausbildung oder des Studiums hervorzuheben.

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