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Neue Krankheitsstatistik: Bauarbeiter fehlen am häufigsten

Neue Krankheitsstatistik : Bauarbeiter fehlen am häufigsten

Berlin (RPO). Im Jahr 2007 waren Bauarbeiter von allen Erwerbstätigen am längsten krankgeschrieben. Sie fehlten im Schnitt 18,4 Tage. Das geht aus einer Statistik der Techniker Krankenkasse hervor. Im Durchschnitt fehlten erwerbstätige Männer im vergangenen Jahr zehn Tage.

Dahinter folgen Arbeitnehmer in der Metallindustrie mit durchschnittlich 15,8 Krankheitstagen und Chemiearbeiter mit 15,7 Ausfalltagen. Laut des "Gesundheitsreports" der Techniker Krankenkasse ist der Krankenstand unter den Versicherten im vergangenen Jahr erstmals wieder gestiegen.

Im dem Report der Krankenkasse wird der ausgeübte Beruf in Zusammenhang gestellt mit Häufigkeit und Dauer der Krankheit. So sei ein Handwerker am Arbeitsplatz höheren Risiken ausgesetzt, sich zu verletzen als ein Büroangestellter. Außerdem sei jemand, der eine Tätigkeit im Sitzen ausübt, oft kürzer arbeitsunfähig. Mit einem Bänderriss zum Beispiel könne so jemand schneller zurück an den Schreibtisch als jemand, der eine körperliche Arbeit macht.

Das erklärt, warum Angestellte aus manchen Berufsgruppen weniger krank sind. Am seltensten krank waren der Statistik zufolge Beschäftigte in naturwissenschaftlichen Berufen. Sie fehlten durchschnittlich sieben Tage. Geringe Fehlzeiten wurden auch bei Waren- und Dienstleistungskaufleuten, in den Verwaltungs-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Berufen sowie bei Medien-, geisteswissenschaftlichen und künstlerischen Berufen gezählt.

Am längsten waren im vergangenen Jahr allerdings Arbeitslose krankgeschrieben. Männliche Arbeitslose waren durchschnittlich 18,7 Tage krank, nochmals zwei Tage mehr als 2006

(ap)