Ausbildung zum Art Director

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Düsseldorf (RPO). Hinter einer gelungenen Werbekampagne steckt ein kreatives Team. Doch für die Optik der Plakate, der Clips im Fernsehen und im Internet oder für das Bild in Zeitungsanzeigen ist nur einer zuständig: der Art Director.

"Er kümmert sich ums Layout und die Ausführung, der Texter kümmert sich um den Text", sagt Dörte Spengler-Ahrens, Creative Managing Director bei der Agentur Jung von Matt in Hamburg und im Vorstand des Art Directors Club (ADC).

Das Entwerfen einer Kampagne ist Teamarbeit. Bis die Planung dann steht, kann allerdings viel im Papierkorb gelandet sein. Denn sie muss überraschend sein und neu, dabei aber einfach und verständlich. "Der Art Director ist auch an der konzeptionellen Erstellung der Gestaltungsstrategie beteiligt", erklärt Tassilo Schwaller, Ausbildungsexperte beim Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) in Frankfurt. Er setzt die Gestaltungsideen mediengerecht um. "Er ist aber auch verantwortlich für die bildliche, typographische und illustratorische Umsetzung einer kommunikativen Strategie."

Bezeichnung für leitende Grafiker

Gängig ist die Berufsbezeichnung für alle Werbeprofis, die als erfahrene und leitende Grafiker Kampagnen betreuen oder sich im Bereich von Filmproduktionen und Medien künstlerisch betätigen. Ausgebildet wird unterschiedlich. Für das Studium an Uni oder Fachhochschule bieten sich alle Fächer an, die einen Studien-Schwerpunkt Graphik-Design haben. Neuerer Art sich Studiengänge wie Kommunikationsdesign oder Visuelle Kommunikation, die an zahlreichen Hochschulen angeboten werden.

"An den Hochschulen wird eher breit ausgebildet", sagt Spengler-Ahrens. Aktzeichnen gehöre dort ebenso zur Ausbildung wie Typografie oder Layout. "Dort kann man seine Neigungen ausprobieren und sich im Laufe des Studiums überlegen, was man machen will." Voraussetzungen sind ein ausgeprägtes visuelles Wahrnehmunsvermögen. Innovatives Denken ist Schwaller zufolge ebenso Voraussetzung für den Beruf wie Stilgefühl und ästhetisches Empfinden. Vor allem für den Markt der Werbeagenturen bilden die zahlreichen privaten Schulen aus, die es in ganz Deutschland gibt. Ein Indiz für die Güte der Schule ist die Anzahl von Preisen, die die Schüler bei Wettbewerben gewonnen haben.

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Berufsperspektiven werden besser

Doch nicht nur die Theorie ist wichtig, sondern auch "Training on the Job" in einer Kommunikationsagentur, sagt Schwaller. Praktika oder eine Trainee-Stelle nach dem Studium - die Möglichkeiten sind vielfältig.

Ein Art Director verdient am Beginn seiner beruflichen Laufbahn etwa 2500 Euro pro Monat, sagt Spengler-Ahrens. Je nach Karriere und Unternehmen kann sich das Gehalt aber mindestens verdoppeln. Und die Berufsperspektiven werden besser: "Vor ein paar Jahren hat das Konjunkturtief die Werbung auch gestreift, aber nicht voll erwischt", sagt Spengler-Ahrens. Insgesamt bot die Werbewirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres 2007 rund 27 Prozent mehr Arbeitsplätze an als im Vergleichszeitraum 2006, so der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft auf der Grundlage seiner regelmäßigen Arbeitsmarktanalyse.

Informationen: Art Directors Club für Deutschland, Franklinstraße 15, 10587 Berlin (E-Mail: adc@adc.de).

(Internet: www.gwa.de, www.adc.de)

(tmn)
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