Trotz Attest: Ständiges Zuspätkommen kann Job kosten

Trotz Attest : Ständiges Zuspätkommen kann Job kosten

Erfurt/Berlin (RPO). Weil ein Mitarbeiter mehr als 100 Mal zu spät zum Job erschienen war, kündigte ihm sein Arbeitgeber. Zu Recht, befand das Landesarbeitsgericht Thüringen - obwohl der Mann ein ärztliches Attest vorgelegt hatte, dass er wegen eines psychischen Leidens nicht pünktlich sein könne.

Der Arbeitgeber reagierte zunächst mit mündlichen Rügen, schriftlichen Ermahnungen und Abmahnungen. Als der Beschäftigte sich daraufhin aber erneut verspätete, reichte es dem Arbeitgeber: Er kündigte dem Mitarbeiter fristlos.

Dieser klagte dagegen und legte ärztliche Bescheinigungen vor, nach denen er an einem psychischen Trauma leide. Dies hindere ihn daran, den genauen Zeitpunkt seines Arbeitsantritts zu steuern.

Die Landesrichter ließen das aber nicht gelten. Zwar dürfe dem Mann nicht fristlos gekündigt werden. Eine Entlassung zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist sei aber zulässig. Das ergibt sich aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Thüringen (Az.: 3 Sa 22/07), auf das die Deutsche Anwaltauskunft hinweist.

Falls der Kläger sein Verhalten tatsächlich nicht steuern könne, sei das Arbeitsverhältnis schwer gestört. Denn ein reibungsloser Betriebsablauf sei auf diese Weise nicht möglich. Dem Arbeitgeber sei es daher nicht zuzumuten, den Kläger weiter zu beschäftigen.

Info: www.anwaltauskunft.de

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(tmn/mais)
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