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Urteil: Lehrer - Arbeitszimmer wird nicht erstattet

Urteil : Lehrer - Arbeitszimmer wird nicht erstattet

Lehrer haben keinen Anspruch auf die Erstattung der Kosten für ein Arbeitszimmer über den Steuerfreibetrag von 1250 Euro im Jahr hinaus. Es sei für Lehrer keine "unerträgliche Belastung", wenn sie darüber hinausgehende Kosten selbst bezahlen müssen.

Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in drei am Donnerstag verkündeten Urteilen. (Az: 5 C 11.12 u.a.) Das Gericht verwies zur weiteren Begründung darauf, das monatliche Kosten von 80 bis 100 Euro für ein privates Arbeitszimmer mit Blick auf die Besoldung der klagenden Studien- und Oberstudienräte "keine Unerträglichkeit" sei. Zudem stehe dem der Vorteil gegenüber, dass die Lehrer außerhalb ihres Unterricht "über Zeit und Ort ihrer Dienstleistung selbst bestimmen können".

Beschäftigte können seit 2010 Kosten für Arbeitszimmer zu Hause bei der Steuer mit einem Betrag von maximal 1250 Euro im Jahr als Werbungskosten geltend machen, "wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht". Dieser Höchstsatz ist kein Pauschbetrag, sondern muss im Einzelfall nachgewiesen werden.

(AFP/anch)