Unternehmenkleidung von 45.000 Mitarbeitern Rock oder Sakko? Bahn stellt Beschäftigten Wahl der Uniform frei

Berlin · Frau mit Krawatte, Mann im Rock: Die Deutsche Bahn ermöglichst ihren Mitarbeitern seit Anfang November, Arbeitskleidung unabhängig von ihrem Geschlecht zu wählen. Die neuen Uniformen designte ein Altbekannter.

 Sie darf in Zukunft auch in maskuliner, er auch in weiblicher Uniform zur Arbeit kommen.

Sie darf in Zukunft auch in maskuliner, er auch in weiblicher Uniform zur Arbeit kommen.

Foto: dpa/Harry Vorsteher

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn mit direktem Kundenkontakt können seit Monatsbeginn unabhängig von ihrem Geschlecht selbst ihre Uniformen wählen.

„Zugbegleiter:innen, Kundenbetreuer:innen, Lokführer:innen oder Servicekräfte können damit sowohl Artikel aus der Männer- als auch aus der Frauenkollektion bestellen und im Dienst tragen“, schrieb Bahnchef Richard Lutz am Mittwoch auf der Karriereplattform Linkedin. Die Beschäftigten könnten damit „genau die Kleidung tragen, in der sie sich am wohlsten fühlen“.

Rund 45 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn mit Kundenkontakt tragen dem Sprecher zufolge Unternehmensbekleidung. Sie wurden Mitte 2020 neu eingekleidet und tragen seither die Farben Burgundy und Dunkelblau.

Ein Bahnsprecher teilte mit, dass eine bisherige „traditionelle Regelung“ angepasst wurde, nachdem immer mehr Beschäftigte diesen Wunsch geäußert hätten. Der Entwurf für die aktuellen Uniformen stammt von Designer Guido Maria Kretschmer („Shopping Queen“).

(aku/dpa)
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