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Stromdiebstahl rechtfertigt Kündigung ohne Abmahnung

Stromdiebstahl rechtfertigt Kündigung ohne Abmahnung

Mieter ist auch für das Verhalten seiner Besucher verantwortlich.

Mieter müssen ihren Strom selber bezahlen. Zapft ein Mieter eine allgemeine Stromleitung im Haus an, begeht er Diebstahl. Das kann eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Nach Ansicht des Amtsgerichts Berlin-Wedding ist unter Umständen nicht einmal eine Abmahnung nötig (Az.: 11 C 103/14).

In dem verhandelten Fall war im Treppenhaus eines Mietshauses eine Baustromversorgung installiert. Von dieser Baustromleitung führte ein Kabel in die Wohnung des Mieters. Dessen Versorger hatte die Stromlieferung wegen einer hohen Nachforderung eingestellt. Nachdem die Baustromversorgung dann abgeschaltet worden war, wurde sie offenbar von einem Besucher des Mieters wieder in Betrieb genommen. Daraufhin kündigte die Vermieterin fristlos.

Zu Recht, wie das Amtsgericht befand. Der Mieter habe zugegeben, die Stromleitung einmal angezapft zu haben. Er sei für das Verhalten seines Besuchers verantwortlich.

(tmn)